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Berlinale: Ehrenbär für Charlotte Rampling

Berlinale: Ehrenbär für Charlotte Rampling
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Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling hat auf der 69. Berlinale den goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk bekommen. Festivaldirektor Dieter Kosslick übergab ihr die Trophäe uns sagte: "Wir sind stolz Dir den goldenen Ehrenbären zu überreichen".

Neben den beiden die italienischen Regisseurin Liliana Cavani - mit ihr hat Rampling den Film «Der Nachtportier» gedreht, der zur Preisübergabe im Berliner Palast auf dem Programm stand.

"Filme können unglaublich wichtig sein und ihre Aussagen sehr mächtig. Deswegen müssen wir vorsichtig sein, was wir sagen, aber gle ichzeitig auch darauf achten, dass wir uns voll und ganz als Schauspieler hingeben", so Charlotte Rampling.

Die 73-jährige Schauspielerin ist bereits Berlinale erprobt: Für «45 Years» bekam sie 2015 den Preis als beste Schauspielerin und 2006 war sie Vorsitzende der internationalen Jury.

"Alles, was sie im Leben erreichen, müssen Sie wirklich wollen - und Sie müssen Ihr Leben dem widmen, was Sie tun wollen. Das bedeutet nicht unbedingt Opfer zu bringen, aber etwas wirklich und von ganzem Herzen erreichen zu wollen bedeutet immer danach zu streben und sich bewusst zu sein, dass es eine Menge Probleme auf dem Weg zum Ziel geben wird."

Die Tochter eines Armeeoffiziers und einer Malerin begann ihre Karriere als Model und beschloss Anfang der 60er Jahre, die Schauspielerei auszuprobieren - bald spielte sie in Arthouse-Filmen mit und arbeitete mit Filmregisseuren wie Woody Allen, Lars von Trier und François Ozon zusammen.

Charlotte Rampling hat ein oft diskutiertes Schicksal vieler Schauspielerinnen auf den Kopf gestellt: Je mehr sie vor der Kamera alterte, desto stärker wurden ihre Rollen.

In fast sechs Jahrzehnten vor der Kamera hat sie in ihren mehr als 100 Rollen häufig sehr eigenwillige Charaktereverkörpert. Tabus waren dabei für sie nie ein Problem.

"Die Berlinale ehrt mit Charlotte Rampling die Karriere einer Ikone des unkonventionellen, aufregenden Arthouse-Kinos. Eine tolle Schauspielerin, eine starke Frau, die nie Angst vor Kontroversen um ihre Rollen hatte und eine Weltbürgerin, die auf Englisch, Französisch und Italienisch arbeiten kann", so der Korrespondent Wolfgang Spindler aus Berlin für euronews.

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