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Warten auf Guaidó

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REUTERS/Edgard Garrido
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An den Brücken über den Fluss Tachira an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien ist es erneut zu Zusammenstößen gekommen. Offenbar setzte das venezolanische Militär Tränengas ein. Kolumbien hält die Grenze aus Sicherheitsgründen noch bis Mittwoch morgen geschlossen.

Auf der kolumbianischen Seite harren Hunderte Venezolaner aus. Die wenigsten wollen zurück. Rodolfo ist die Ausnahme. Er war in Chile und will zurück in seine Heimat, Venezuela: "Ich will heim zu meiner Familie. Ich bleibe eben hier, bis sie die Brücke öffnen."

Die meisten, die hier in einer Art Lager nahe der Brücke warten, ... sie warten auf eine Veränderung in Venezuela. Sie haben keine Familie in Kolumbien. Sie können nirgendwo hin.

Der junge Mann namens Eimar wurde bei den Zusammenstößen am vergangenen Wochenende am Kopf verletzt. Er sagt: "Auf den Straßen in Venezuela sind überall Soldaten. Wir dürfen unseren Mund nicht aufmachen. Im Moment kann ich nicht zurück, denn sie würden mich bestrafen, dafür, dass ich gegangen bin."

Sie hoffen darauf, dass der selbsternannte Interimspräsident, Juan Guaidó, offiziell an die Macht kommt.

"Wir schauen darauf, was unser Präsident Guaidó jetzt unternimmt. Wir tun, was er uns sagt, um diese Diktatur in Venezuela zu beenden."

Am vergangenen Wochenende waren neun Menschen bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen an der Grenze ums Leben gekommen.