Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Nachhaltige Architektur dank 3D-Druck

Nachhaltige Architektur dank 3D-Druck
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Fußböden, Treppen, komplette Gebäude, die mit 3D-Druckern erstellt werden. Ein niederländisches Unternehmen, das von der Europäischen Kohäsionspolitik unterstützt wird, setzt auf eine nachhaltige und recycelbare Produktion.

Moderne Gebäude, deren Fassaden Struktur und Licht verbinden. Die Ideen dafür kommen aus diesem Würfel: Das niederländische Start-Up Aectual hat sich mithilfe von 3D-Druckern auf nachhaltige und recycelbare Architekturlösungen spezialisiert. Das Projekt wird von der EU-Kohäsionspolitik unterstützt:

"Gerade scheint die Sonne nicht, aber die Sonne geht durch die Fassade und reflektiert im Innern, gleichzeitig kann man das digitale Design der jeweiligen Geolokalisierung anpassen. Man kann also große Teile mit einem maßgeschneiderten Design erstellen", sagt Aectual-Chef Hans Vermeulen.

Das Projekt hat ein Gesamtbudget von 860.000 Euro, von denen etwas mehr als 300.000 Euro aus der Kohäsionspolitik der EU stammen. Ein "Null-Abfall"-Projekt, an dem drei große 3D-Drucker beteiligt sind.

Das Team besteht aus 15 Spezialisten, die aus den Niederlanden, Italien, Russland, Bulgarien und den USA kommen. Yelle Feringa steuert die Roboter, bevorzugt er eine der Maschinen?

"Ein Vater liebt seine Kinder alle gleich. Diese Roboter stammen aus der Automobilproduktion. Sie sind zwischen 15 und 20 Jahre alt. Wir haben die Computer, die die Roboter steuern, aktualisiert. Normalerweise ermüden eher die Programmierer als die Roboter, also wenn die Maschinen stillstehen, dann liegt das manchmal an uns", so Yelle Feringa.

Das Team arbeitet gerade an einem 3D-Haus für eine Ausstellung zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum in Berlin. Eine Spezialität des Start-Ups sind Bioböden aus Leinsamen.

Die Doen-Stiftung unterstützt jährlich rund 270 NGOs und grüne Initiativen weltweit, um nachhaltige Entwicklungen zu fördern. Für ihre Mitarbeiterkantine wählte die Stiftung einen der ökologischen 3D-Böden des niederländischen Start-Ups:

"Das Bauwesen ist für 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich und bei der Produktion der Aectual-Böden entsteht überhaupt kein Abfall. Man denkt an die Steinböden der alten Römer und Griechen, die es immer noch gibt. Es ist genauso ein langlebiger Boden", so Esther Wubben von der Doen-Stiftung.

Die vollständig recycelbaren Böden, Fassaden und Treppen können in beliebig vielen Formen und Farben hergestellt werden.

...