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Trump wehrt sich gegen die Vorwürfe seines Ex-Anwalts Michael Cohen

Trump wehrt sich gegen die Vorwürfe seines Ex-Anwalts Michael Cohen
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Der ehemalige Rechtsanwalt Michael Cohen hat schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Er warf ihm mehrere Rechtsverstöße vor. Unter anderem soll Trump über die Veröffentlichung der E-Mails seiner Gegnerin Hillary Clinton während des Wahlkampfs Bescheid gewusst haben.

In einer öffentlichen Anhörung vor dem Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus nannte er Trump einen Rassisten und Betrüger.

"Ich bin dem Vorsitzenden Cummings dankbar für die Gelegenheit, heute meine Wahrheit zu sagen und ich hoffe, dass es Amerika dabei hilft, zu heilen."

Trump wehrt sich gegen die Vorwürfe

Bei einer Pressekonferenz in Hanoi nach seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat Trump die Vorwürfe seines Ex-Anwalts zurückgewiesen.

Zudem schrieb er auf Twitter: "Der Oberste Gerichtshof hat ihn gerade wegen Lügen und Betrugs verurteilt. Er hat schlechte Dinge getan, die nichts mit Trump zu tun hatten. Er lügt, um seine Zeit im Gefängnis zu verkürzen."

Trump kritisierte außerdem das Abgeordnetenhaus für den Zeitpunkt der öffentlichen Anhörung. Diese während seines wichtigen Treffens mit Kim Jong Un zu legen, sei "eine furchtbare Sache" gewesen. Die von den US-Demokraten kontrollierte Kammer hätte die Anhörung auf die Zeit nach seinem Treffen mit Kim legen sollen.

Trump sagte, er habe einen Teil der "Fake-Anhörung" in Hanoi im Fernsehen gesehen. Der US-Präsident verwies darauf, dass Cohen nach dessen Angaben keine Beweise für Geheimabsprachen seines Wahlkampflagers mit Vertretern Russland hat. Das sei der eine Punkt gewesen, über die Cohen nicht gelogen habe.

Weitere Reaktionen auf Cohens Anschuldigungen

Der demokratische Kongressabgeordnete aus Maryland Jamie Raskin sagte: "Unsere republikanischen Kollegen sind nicht darüber verärgert, dass Michael Cohen den Kongress für den Präsidenten angelogen hat. Sie sind verärgert, dass er aufgehört hat, den Kongress für den Präsidenten anzulügen. Und deshalb belästigen und schikanieren sie ihn jetzt."

Vor dem Kongress zeigte Cohen sich reumütig darüber, die Wahrheit über Trump solange verschwiegen zu haben.

"Es ist interessant. Definitiv ein historischer Moment, den ich in voller Länge mitverfolgen wollte, nicht nur in den Medien. Denn die verzerren manchmal die Tatsachen. Die Anschuldigungen gegen den Präsidenten sind ziemlich ernst", sagte ein US-Bürger.

Cohen hatte mehr als zehn Jahre für Trump gearbeitet und war in verschiedene Affären um den Präsidenten verwickelt. Er galt als Handlanger des US-Staatschefs bis es im Juni 2018 zum Bruch zwischen den beiden kam. Trump gab damals keinen Grund für die Entlassung Cohens an.