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Gelbwesten in Frankreich: Woche 16 mit etwas geringerer Beteiligung

Gelbwesten in Frankreich: Woche 16 mit etwas geringerer Beteiligung
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REUTERS/Christian Hartmann
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In Frankreich sind in der 16. Woche der Gelbwesten-Proteste etwas weniger Menschen auf die Straße gegangen als am Samstag zuvor. Laut Innenministerium waren landesweit mehr als 39.000 Demonstrierende unterwegs. In der Vorwoche waren es demnach über 46.000 "gilets jaunes". In Paris waren an diesem Samstag etwa 4000 Menschen unterwegs.

"Wir werden weitermachen, wir werden kämpfen", so der Jonathan Decker, der in der Hauptstadt demonstrierte. "Alles, was wir wollen, ist, dass sich die Regierung um die Schwächsten kümmert, dass sie damit aufhört, auf uns herumzutrampeln und dass die Menschen in Würde von ihrer Arbeit leben und friedlich protestieren können."

Sophie Tissier, Koordinatorin der Pariser Proteste: "Wir müssen weiter demonstrieren, denn Macron ist verächtlich und hört nicht auf unsere Forderungen. Er versucht nicht einmal zu verstehen, dass es Menschen gibt, die in großer Armut und Unsicherheit leben und dass es sehr viel Ungerechtigkeit gibt."

Sowohl in Paris als auch in Nantes kam es zu Verhaftungen. In der westfranzösischen Stadt griffen einige Demonstrierende Polizistinnen und Polizisten mit Wurfgeschossen an. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein.

Im elsässischen Colmar behängten die Demonstrierenden die Replik der Freiheitsstatue mit einer riesigen Gelbweste.

Aus Unzufriedenheit mit den bisherigen Maßnahmen der Regierung hatte die Bewegung angekündigt, der März werde besonders intensiv werden. Mitte des Monats endet auch die von Präsident Macron angestoßene "große nationale Debatte".