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Brexit-Sorgen: Bummelstreik in 2 Häfen

Brexit-Sorgen: Bummelstreik in 2 Häfen
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Den zweiten Werktag in Folge haben sich auf französischer Seite des Eurotunnels lange Schlangen von Lastwagen gebildet.

Hintergrund ist ein Bummelstreik französischer Zöllner, der auch die Häfen von Calais und Dunkerque betrifft. Die Zöllner wollen auf mögliche Probleme durch den bevorstehenden Brexit aufmerksam machen. Mehrere Gewerkschaften, darunter die CFDT, hatten zu einem unbefristeten Bummelstreik aufgerufen.

David-Olivier Caron ist CFDT-Generalsekretär für den Bereich "Grenze": "Es ist klar, dass mit dem Brexit neue Aufgaben kommen. Die Kontrolle einer Drittgrenze gehört dazu. Jeder wird Deklarierungen abgeben müssen Betreiber, Händler, Einzelpersonen. Also werden wir mit dem Brexit noch mehr zu tun haben. Und das Risiko, wenn wir nicht die entsprechenden Mittel dafür einsetzen, besteht darin, dass wir noch größere Warteschlangen von LKW haben werden als heute."

Stichtag für den Brexit ist der 29. März. Der französische Budgetminister Gérald Darmanin erklärte beim Besuch eines Paketzentrums in Chilly-Mazarin südlich von Paris, sein Ressort habe sich über ein Jahr auf einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens vorbereitet. Man sei gerüstet, meinte Darmanin: "Wir sind bereit für diese Revolution an der Grenze. Es wird keinen Flaschenhals des Jahrhunderts in Calais geben. Wir werden natürlich den Wareneingang auf europäischem Boden kontrollieren, also in Frankreich. Wir werden das auf intelligente Weise machen. Mit digitalen Entwicklungen, durch die eine Vorkontrolle zur Hauptaufgabe für den Zoll wird. Die Dinge werden reibungslos ablaufen im März und April."

Die streikenden Zöllner verlangen, dass das Personal in den Häfen von Calais und Dunkerque rechtzeitig vor dem Brexit aufgestockt wird.