Der Zoll hat drei Unternehmen in Hamburg durchsucht. Die Behörden ermitteln wegen möglicher Verstöße gegen EU-Sanktionen. Es geht um nicht näher beschriebene Waren im Wert von über vier Millionen Euro.
Deutsche Zollbeamte haben in Hamburg drei Unternehmen wegen des Vorwurfs der illegalen Einfuhr von Waren durchsucht. Nach Angaben der Behörden geht es um Waren mit einem Wert von mehr als vier Millionen Euro. Die nicht näher benannten Güter "sollen indirekt aus Russland importiert worden sein“, heißt es in einer Erklärung des Zollamts Essen, das die Ermittlungen leitet.
Die Behörde lehnte es unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen ab, Einzelheiten zu den Waren zu nennen.
Immer neue EU-Sanktionspakete gegen Russland
Die Russische Föderation ist seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 wiederholt mit Sanktionen der Europäischen Union belegt worden. Der Handel zwischen der EU und Russland ist damit stark eingeschränkt.
Hamburg ist der größte Seehafen Deutschlands. Die Durchsuchungen erfolgten wegen eines konkreten Verdachts gegen einen Geschäftsführer dreier Firmen, der in mehr als 900 Fällen gegen die weitgehenden Handelsbeschränkungen für Importe aus Russland verstoßen haben soll. Das hat der Zoll mitgeteilt. Medienberichten zufolge wurde ein Unternehmer festgenommen.
Luxusautos beschlagnahmt
Bei der Durchsuchung wurden Geschäftsunterlagen und Speichermedien als Beweismittel sichergestellt. Außerdem wurden zwei Luxusautos beschlagnahmt und Vermögenswerte im Wert von 3,5 Millionen Euro eines Unternehmens eingefroren, so ein Sprecher des Zollamtes. So soll verhindert werden, dass Werte während der laufenden Ermittlungen verschoben werden.
Die Durchsuchungen haben bereits am 18. Februar stattgefunden.