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Tropensturm "Idai" verwirbelt Südostafrika - "wir haben nichts zu essen"

Tropensturm "Idai" verwirbelt Südostafrika - "wir haben nichts zu essen"
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Nach dem schweren tropischen Wirbelsturm «Idai» vom vergangenen Freitag im südöstlichen Afrika wird die Zerstörung nach und nach deutlich. Am stärksten betroffen sind zwei der ärmsten Länder der Welt: Simbabwe und Mosambik. Allein in Mosambik werden rund 1.000 Tote befürchtet.

Ganze Landstriche bieten ein Bild der Verwüstung: Dörfer und Städte unter Wasser, aus Häusern wurden Ruinen, Vorräte von den Fluten mitgerissen. Hunderttausende Menschen saßen zu Wochenbeginn weiter ohne Strom und Handynetz fest. Viele Orte waren wegen Überschwemmungen von der Außenwelt abgeschnitten.

Tinashe Sithole, Sturmgeschädigter im Osten Simbabwes:

"Ich bin etwa 28 Kilometer gelaufen. Es gibt keine Brücken mehr, alle Brücken wurden weggerissen. Heute haben wir hier 26 Menschen begraben. Die nationale Armee hat uns sehr geholfen."

Der Zyklon mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht zum Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean her in der Nähe der Großstadt Beira in Mosambik auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen.

Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, mindestens 1.300 Menschen wurden laut Katastrophenschutz verletzt. Dann zog der Sturm weiter nach Simbabwe und Malawi.

HELFER BITTEN UM HILFE

Isaac Falakeza, Leiter eines Obdachslosenlagers in Malawi:

"Wir haben überhaupt nicht genug zu essen. Also brauchen wir eine Menge Essen. Wir wissen nicht, vielleicht wird etwas aus den Lastwagen, die wir hier sehen, an uns verteilt. Wir wissen es nicht, denn bisher haben wir überhaupt kein Essen erhalten."

Rund um die Hafenstadt Beira will das Welternährungsprogramm (WFP) in Kürze rund 600.000 Menschen unterstützen, etwa Kleinbauern. Auch das UN-Kinderhilfswerk Unicef, die Caritas und das Rote Kreuz planen größere Hilfseinsätze und haben zu Spenden für Mosambik und Simbabwe aufgerufen. Mosambik gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

su