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Golanhöhen: Heftige Kritik an Trump

Golanhöhen: Heftige Kritik an Trump
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Die Ankündigung Donald Trumps, die Golanhöhen als israelisches Hoheitsgebiet anzuerkennen, hat international für heftige Kritik gesorgt. Der iranische Außenminister Dschawad Sarif von einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), die Minister seien schockiert über den Vorstoß des US-Präsidenten.

Die syrische Regierung bezeichnete diesen laut staatlicher Nachrichtenagentur Sana als Verletzung internationalen Rechts. Der Verbündete Russland bezeichnete Trumps Ankündigung als "unverantwortlich". Diese trage in keiner Weise zu einer Friedenssicherung im Nahen Osten bei.

Auch vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kam Kritik: "US-Präsident Donald Trumps unglückliche Bemerkungen zu den Golanhöhen haben die Region an den Rand einer neuen Krise gebracht und unter Druck gesetzt", sagte er auf dem OIC-Treffen in Istanbul. "Wir können und werden die Legitimisierung der Besetzung der Golanhöhen nicht erlauben."

Trump hatte am Donnerstag getwittert, es sei Zeit, dass die USA die Golanhöhen vollständig als israelisch anerkennen.

Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigte sich bei einem Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo hoch erfreut. Trump wehrte sich gegen den Eindruck, er habe Netanjahu mit seinem Vorstoß Wahlkampfhilfe geben wollen. "Das wollte ich nicht", sagte er in einem Interview mit dem Sender "Fox News". "Ich würde darüber noch nicht einmal etwas wissen, ich habe keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob es großartig für ihn läuft, aber ich höre, dass er sich gut schlägt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wer auch immer gegen ihn antritt, das, was ich gemacht habe, auch gut findet."

Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau zwischen Israel und Syrien. Israel eroberte das Gebiet von Syrien im Sechstagekrieg 1967 weitgehend und annektierte es 1981, was völkerrechtlich als Besetzung gilt.