Bei klirrender Kälte treiben Viehhalter ihre Tiere in die Thermalbäder von Budakli nahe Güroymak. Das natürlich erwärmte Wasser spült Stallverschmutzungen ab, lindert den körperlichen Stress der Tiere und soll die Milchleistung sichern.
Alle zehn Tage führen die Züchter ihre Herden dafür mehrere Kilometer weit, oft stundenlang durch den Schnee. Über den dunklen Silhouetten steigt Dampf auf und lockt Fotografen in das Tal unterhalb des Nemrut-Vulkans.
Einheimische sagen, die Prozedur lasse Wunden schneller heilen und halte die Tiere den ganzen Winter über ruhig. So werden die Quellen zu einem einfachen Freiluft-Spa.
Die Budakli-Thermalquellen speisen sich aus der geothermischen Wärme des Nemrut-Vulkans. Regenwasser versickert tief im Boden, erwärmt sich in zerklüftetem Vulkangestein und tritt dann fast vierzig Grad Celsius warm wieder an die Oberfläche.