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Österreichischer Rundfunk ORF bricht mit Facebook

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ÖsterreichsORF will sich sich fast komplett von Facebook verabschieden. Die Begründung („KronenZeitung“, „Austria Presse Agentur“):

„Insbesondere durch Datenmissbrauch und Intransparenz hat sich das Bild der Öffentlichkeit von Sozialen Medien, vor allem von Facebook, dramatisch verändert“, zitieren Medien aus einem „internen Schreiben“. Die neue Social-Media-Strategie berücksichtige dies.

„Die Hoffnung, dass sich bei Facebook einiges zum Positiven verändert, dürfte wohl angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate begraben werden“, so der ORF und weist auf Datenlecks und die kommerzielle Nutzung von persönlichen Daten des Unternehmens hin. Hinzu komme der „höchst problematische Umgang mit Inhalten“. Demnach würden harmlose Inhalte häufig zensiert und gelöscht, „während der Konzern es nicht schafft, Hass und Gewalt in den Griff zu bekommen“.

Mit 1. April werden „auf Wunsch der ORF-Geschäftsführung im Zuge einer Reorganisation der ORF-Facebook-Auftritte eingestellt“, heißt es in einer Stellungnahme. Vier von fünf Seiten werden gelöscht, erhalten bleiben sollen etwa jene der Nachrichtensendung „Zeit im Bild“ (ZIB).

Schon Mitte 2018 hatte der Sender - größter Medienanbieter des Landes - in einer internen Mitteilung unter anderem ein Werbeverbot in und für Social Media festgelegt: „Werbliche Hinweise auf Facebook oder andere soziale Medien“ im ORF-TV und -Radio sowie Teletext, die „den ORF-Auftritt auf Facebook bzw. auf anderen sozialen Medien promoten bzw. bekannt machen“ sind demnach künftig zu unterlassen.

ORF-Videos dürfen nicht mehr direkt gepostet, sondern nur verlinkt werden. Die Zahl der Facebook-Präsenzen des ORF - rund 70 derzeit - sollen um 80 Prozent reduziert werden.

Der ORF hatte seinen Auftritt auf Facebook erst im Dezember 2017 gestartet.

Sigrid Ulrich