Cannes: Wer trägt die Goldene Palme heim?

La Pointe Courte © 1994 Agnès Varda und ihre Kinder - Design Flore Maquin
La Pointe Courte © 1994 Agnès Varda und ihre Kinder - Design Flore Maquin
Schriftgrösse Aa Aa

Die 72. Internationalen Filmfestspiele von Cannes beginnen am 14. Mai - deutsche Filmemacher sind in diesem Jahr nicht im Wettbewerb.

Fred Ponsard, Euronews:

"19 Filme konkurrieren im Wettbewerb der 72. Filmfestspiele von Cannes. Könnte sein, dass Nummer 20 Quentin Tarantinos lang erwartetes neuestes Werk „Once Upon a Time in Hollywood“ wird, mit Superstars wie Leonardo di Caprio und Brad Pitt. Mal abwarten.

Die offizielle Auswahl ist, so der künstlerische Festivalleiter Thierry Frémaux, "romantisch und politisch" mit einer breiten Palette von Filmen aus allen Lebensbereichen.

Eröffnungsstreifen, das weiß man schon seit ein paar Tagen, ist Jim Jarmuschs neuester Film, „The Dead don't die“, „die Toten sterben nicht“, ein Comedy-Zombiefilm mit Bill Murray und Adam Driver, aber auch einigen Popstars wie Iggy Pop, Tom Waits oder Selena Gomez.

13 FRAUEN

Agnès Varda

In diesen Jahren nach Weinstein und MeToo ist Raum für Regisseurinnen in Agnès Vardas (30/05/1928 - 29/03/2019) großen Fußstapfen reserviert, im Moment sind 6 im Wettbewerb und 13, wenn man die anderen Filme in der Auswahl außer Konkurrenz dazunimmt.

Auch geografisch ist die Vielfalt groß, die Festivalbesucher reisen von Brasilien nach Korea, Roubaix und Senegal. Europa bleibt der am stärksten vertretene Kontinent, mit mehr als der Hälfte der Filme im Wettbewerb, 4 französische, dazu britische, österreichische, rumänische, italienische und spanische Filme mit dem neuesten von Pedro Almodovar,Dolor y gloria" mit seinen Lieblingsdarstellern Antonio Banderas und Penelope Cruz."

"Die anderen Kontinente kommen auch dran, vor allem Nordamerika mit der Anwesenheit von Xavier Dolan für Kanada und Terrence Malick, Träger der Goldenen Palme für den „Tree of Life“ im Jahr 2011, aber auch Südamerika, Afrika und natürlich Asien, vor allem mit dem Newcomer-Wunderkind aus Korea, Bong Jun-ho mit dem Film „Parasite“, vor zwei Jahren mit „Okja“ im Wettbewerb, unter der Netflix-Flagge. Übrigens: In diesem Jahr, wie im letzten Jahr, keine Online-Plattform-Produktion.

Groß ist die Vielfalt an Stilen und Genres innerhalb dieses Wettbewerbs. Zu beachten wären einige Preziosen, darunter ein Dokumentarfilm über Maradona und vor allem außerhalb des Wettbewerbs, das Biopic über Elton John, der mit seinem Piano auf der Croisette willkommen wäre."

su