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Ärger um Tolkien-Film: Seine Familie ist nicht damit einverstanden

Ärger um Tolkien-Film: Seine Familie ist nicht damit einverstanden
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Es soll eine Hommage sein an den Autor von "Herr der Ringe" - der neue Film von Regisseur Dome Karukoski.

J.J.R. Tolkiens fantastische Welt der Hobbits, Elfen und Orks hat in den Jahrzehnten seit der Veröffentlichung Fans auf der ganzen Welt überzeugt. Nun beschäftigt sich ein Film mit dem britischen Schriftsteller selbst.

Gespielt wird der berühmte Schriftsteller von Nicholas Hoult, der unter anderem aus "X-Men" oder "The Favourite" bekannt ist.

Über die Herausforderungen, eine Filmbiografie zu drehen, sagt Hoult: "Du weißt nicht genau, was ihre Eigenheiten sind und wie sie gesprochen haben. Aber du recherchierst, wo sie aufgewachsen sind und wie ihr Akzent in dieser Zeit gewesen sein könnte. Und dann konzentriert man sich darauf, alles einzufangen, was wir über sie wissen."

Tolkiens Ehefrau inspirierte seine Geschichten

Der Film konzentriert sich auf die frühen Jahre Tolkiens, seine Zeit am Pembroke College und als Soldat im Ersten Weltkrieg. Und betrachtet, welche Einflüsse diese Erlebnisse auf seine Werke hatten.

Schauspielerin Lily Collins spielt Edith Bratt, die spätere Ehefrau Tolkiens und Inspiration für die Elbenmaid Lúthien.

"Wir zeigen, wie sie im Wald tanzt, ihre Frechheit und ihre Liebe zum Geschichtenerzählen", sagt Collins. "Sie ermutigte ihn sehr, weiter Geschichten zu erzählen. Ich denke, wir haben ihr für viele seiner Geschichten zu danken, denn er hätte sie vielleicht nicht erzählt, wenn sie ihn nicht ermutigt hätte."

1937 veröffentlichte Tolkien "Der Hobbit". Zwischen 1954 und 1955 entstand dann "Der Herr der Ringe".

Tolkien starb 1973 im Alter von 81 Jahren, zwei Jahre nach Bratt.

Familie Tolkiens war nicht an der Entstehung des Films beteiligt

Doch nicht alle freuen sich über den Streifen: Tolkiens Familie hat eine Erklärung abgegeben, dass sie dem Film nicht zugestimmt oder ihn autorisiert habe.

"Ich würde mich freuen, wenn die Familie den Film sehen würde. Ich habe ihnen angeboten, den Film gemeinsam zu schauen, damit sie sehen, dass er mit Respekt und Bewunderung eines Fans gemacht wurde. Und nicht den Charakter verteufelt. Die Erklärung selbst war nicht feindlich, also fühlte ich mich auch nicht beleidigt. Warum sollte ich? Aber ich würde den Film gerne mit ihnen anschauen, ihre Gefühle und Emotionen hören und darüber sprechen, welche künstlerischen Freiheiten verwendet wurden", sagte Regisseur Dome Karukoski zu der Erklärung.

Der Film kommt am 20. Juni in Deutschland in die Kinos.