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Wenn es nach den Parlamentswahlen in Spanien einen Sieger gibt, dann ist das Pedro Sanchez. Nach seinem Triumph sieht sich der Chef der Sozialisten nun nach Verbündeten um. Denn ohne Partner reichen die erzielten 123 Sitze nicht aus. Die Auswahl aber ist nicht sehr groß. Ins Auge springt die linksgerichteten Podemos. Sie konnte 42 Sitze für sich beanspruchen.

Podemos und ERC offen für Gespräche

Pablo Iglesias, Vorsitzender der Partei, hatte noch am Wahlabend die Hand ausgestreckt und Sanchez die Koalition angeboten. Beide zusammen würden aber keine eigene Mehrheit erzielen. Sanchez müsste möglicherweise erneut auf die nach Unabhängigkeit strebenden Katalanen zugehen, um regieren zu können. Die Republikanische Linke (ERC) aus Katalonien hat bereits Interesse bekundet.

PP und Ciudadanos konkurrieren um Führung der Opposition

Trotz eines Lächelns beim Auftritt vor der Presse dürfte Pablo Casado und seiner liberalkonservativen Partido Popular gar nicht nach Feiern zu Mute gewesen sein: fast die Hälfte der Sitze gingen verloren. Schnell bemühte man sich um Feststellung, das die Partei weiter an der Spitze der parlamentarischen Opposition stehen werde.

Dort sieht sich auch die Partei Ciudadanos. Noch am Wahlabend hatten die Unterstützer der Sozialisten vor der Parteizentrale gegen den Vorsitzenden der Ciudadanos, Albert Rivera, skandiert. Der schloss eine Koalition dann selbst aus.

Wie erwartet: Ultrarechte ziehen ins Parlament ein

Auch Santiago Abascal, Chef der ultrarechten Vox, wird Teil der Opposition werden. 24 Sitze haben sie gewonnen. Das hatte für einen großen Schreck am Wahlabend gesorgt. Den Sprung der noch jungen Partei ins Parlament aber hatten bereits die Umfragen vor der Wahl vorhergesehen.