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Le Pen will "mächtige europäische Fraktion" bilden

Le Pen will "mächtige europäische Fraktion" bilden
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REUTERS/Stoyan Nenov
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Großer Bahnhof für Marine Le Pen: Die Ikone der französischen Rechtspopulisten hat sich in Sofia mit ihren bulgarischen Verbündeten getroffen.

Kritik an Macron

In Vorbereitung auf die Europawahlen in rund drei Wochen zeigte sie sich angriffslustig gegenüber Staatspräsident Emmanuel Macron:

"Jemand wie er, der sich als große Führungspersönlichkeit für Europa stilisiert hat, absolviert im Wahlkampf keine Termine, trifft sich mit niemanden, reist in kein anderes Land. Man weiß noch nicht mal, mit wem er nach der Wahl zusammenarbeiten würde."

"Werden sich die Nationalisten aus Ungarn um Victor Orban oder die aus Deutschland ihrer Bewegung anschließen?", fragt die euronews-Reporterin.

"Das werden wir dann sehen müssen. Sicher ist, dass sie dieselben Ideen verteidigen wie wir. Sie haben wie wir den Willen zu entscheiden, wer zu uns hereinkommen darf oder nicht. Die oberste Freiheit einer Nation manifestiert sich an ihren Grenzen", so Le Pen weiter.

Salvini als Freund und Verbündeter

Le Pen zeigte sich mit Blick auf die Europawahl in den vergangenen Wochen auch mit Matteo Salvini von der italienischen Lega und mit dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders.

"Mit Matteo ist das ja nicht nur eine berufliche Verbindung. Matteo ist ein Freund. Er ist sehr loyal, er hat einen starken Willen. Er hat in wenigen Monaten gezeigt, dass man mit politischem Willen alles schaffen kann. Bisher hieß es, das Migrationsproblem ist nicht zu lösen. Aber er hat gesagt, doch, das kann man lösen. Und das hat er in Italien dann getan", erklärt Le Pen im euronews-Interview.

Die Verbündeten in Sofia rief Le Pen auf, eine "mächtige politische Fraktion" im Europarlament zu bilden.

"Die Umfragen zeigen, dass die rechten Parteien im nächsten Europäischen Parlament eine sehr viel stärkere Stimme haben könnten. Marine Le Pen und ihre Partei könnten dann in der Position sein, die europäische Politik tatsächlich zu beeinflussen", so die Einschätzung der euronews-Reporterin Fay Doulgkeri in Sofia.