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EU-Gipfel in Sibiu -Jubel und Intrigen

EU-Gipfel in Sibiu -Jubel und Intrigen
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REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo
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Es ist nicht gerade üblich, dass die EU-Spitzen einen Gipfel mit jubelnden Mengen beginnen.

Und erst recht nicht mit einem Kuss.

Aber so geht das nun einmal im rumänischen Sibiu, zu deutsch Hermannstadt.

Auf ihrem informellen Gipfel berieten die Staats- und Regierungschefs der EU über die Zukunft Europas.

Doch die Gespräche drehten sich schnell um das Reizthema, wie der nächste Kommissionspräsident bestimmt werden soll.

Das Spitzenkandidatensystem ist umstritten.

"Ich bin dagegen, solange es keine transnationalen Listen gibt", so Emmanuel Macron.

Der französische Staatspräsident spricht sich schon seit langem dafür aus, EU-weit Kandidaten wählen zu lassen und nicht nur nationale Bewerber.

Er könnte auch den EVP-Kandidaten als künftigen Kommissionspräsidenten blockieren.

Das wäre Manfred Weber, und der rührt in Sibiu die Trommel in eigener Sache.

"Die Menschen haben die Wahl zwischen einem linken Europa, einem extrem rechten oder einem Europa des Zentrums mit christdemokratischen Werten. Das sind die Optionen, die auf dem Tisch liegen."

Weber Zukunft könnte auch am starken Mann Ungarns, Viktor Orban, hängen.

Die EVP-Mitgliedschaft von dessen Fidesz-Partei ist ausgesetzt, und Orban geriet oft mit Weber aneinander.

Auch er könnte Weber blockieren.

Aber Weber hat auch Unterstützung.

"Mein Kandidat heißt Manfred Weber", sagt etwa Parlamentspräsident Antonio Tajani.

Nach außen hin verspricht die Gipfelrunde, vereint durch dick und dünn zu gehen.

Doch das heißt nicht, dass die politischen Parteien erbittert um jede Wahlstimme kämpfen.