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Mont-Saint-Michel: Damm bringt der Insel ihr Meer zurück

Mont-Saint-Michel: Damm bringt der Insel ihr Meer zurück
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Am Mont-Saint-Michel reguliert ein neuer Damm die Strömungen des Flusses Couesnon und des Meers. Mit seine Hilfe werden die Sedimente, die sich über Jahrzehnte hinweg am Fusse des weltberühmten Klosterbergs angesammelt haben, weggespült und der Mont-Saint-Michel wird wieder zur Insel.

Romain Desguée, Verantwortlicher für den Staudamm, erklärt das genauer: "Vor dem Bau des alten Damms strömte die Flut auf natürliche Weise in den Fluss und zog sich dann wieder zurück. Mit ihr gelangten auch eine Menge Fische und Robben in den Fluss. Dann wurde der alte Damm gebaut, der das verhinderte. Der neue tut das auch und ermöglicht es gleichzeitig einem Teil der Flut, wieder in den Fluss zu strömen."

Eingriff in die Natur, um sie auf lange Sicht zu schützen

"Die Baustellen waren schon ein Eingriff in die Natur", so Desguée weiter. "Durch das Ausbaggern des Couesnon zum Beispiel verschwand das Schilf am Flussufer und damit der Lebensraum für bestimmte Vogelarten. Also haben wir an anderen Stellen der Bucht neues Schilf gepflanzt, um den Schaden wieder auszugleichen."

Robbe auf Abwegen

"Zu den Bauarbeiten könnte ich so einige Anekdoten erzählen. Da gab es zum Beispiel diese Robbe, die es sich etwa 50 Meter vom Damm entfernt gemütlich machte und darauf wartete, dass die Schleusen geöffnet werden, um mit dem Meerwasser in den Fluss gespült zu werden. Dort ging sie dann in aller Ruhe jagen, schwamm mehrere Kilometer flussabwärts vom Damm weg. Und einige Tage später ließ sie sich mit Wasser wieder zurück ins Meer treiben."