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Kaum noch Hoffnung für Vermisste nach Schiffsunglück auf der Donau

Kaum noch Hoffnung für Vermisste nach Schiffsunglück auf der Donau
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REUTERS/Antonio Bronic
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Bei einem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind mindestens sieben Passagiere aus Südkorea ums Leben gekommen. Nach 21 weiteren Menschen, unter ihnen 19 Südkoreaner und zwei ungarische Besatzungsmitglieder, wird weiterhin gesucht. Die Chancen, sie noch lebend zu finden, werden von Stunde zu Stunde geringer.

Dieses Video der ungarischen Polizei zeigt den tragischen Unfall aus der Nähe:

Magyar Rendőrség (police.hu)

Das Ausflugsschiff "Hableany" war unter der Margaretenbrücke mit dem weitaus größeren Flusskreuzfahrtsschiff "Viking Sigyn" zusammengestoßen. Das kleinere Schiff kenterte infolge der Wucht des Zusammenstoßes und ging in wenigen Sekunden in den Fluten der Donau unter.

Dazu Polizeioberst Adrian Pal:

"Das Wetter hat uns bei der Rettungsaktion nicht geholfen. Die Donau führt Hochwasser und der Wasserstand steigt. Die Entfernung, die die Taucher unter Wasser sehen können, ist sehr kurz. Auch hat es die ganze Zeit geregnet".

"Hinter mir in der Ferne befindet sich die Margaretenbrücke, wo sich der Unfall ereignet hat. Sie können sehen, wie hoch der Fluss ist und die Strömung ist sehr stark. Die Retter sagen, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass noch viele Stunden nach einem solchen Unfall jemand am Leben ist".

Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat einen Krisenstab eingesetzt. Das Außenministerium schickt eine Einsatzgruppe nach Budapest:

"Es wurden Maßnahmen ergriffen. Ich bitte alle Abteilungen, alle diplomatischen Kanäle zu nutzen, um mit der ungarischen Regierung in Bezug auf vermisste Personen zusammenzuarbeiten. Die Regierung plant, mit der ungarischen Regierung die Ursache des Unfalls zu untersuchen".

Die Polizei in Budapest hat ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen Gefährdung mit massenhafter Todesfolge eingeleitet. Der südkoreanische Reiseveranstalter "Verygoodtour" bat um Entschuldigung.

Nach Berichten der Nachrichtenagentur "Yonhap" waren die meisten Reisenden 40 bis 50 Jahre alt. Auch ein sechsjähriges Kind sei an Bord gewesen.