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Serienmörder Högel: "Taten sprengen jegliche Grenzen"

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Serienmörder Högel: "Taten sprengen jegliche Grenzen"
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Der frühere Krankenpfleger Niels Högel ist erneut zu einer lebenslagen Haftstrafe verurteilt worden. Er wurde diesmal des Mordes in 85 Fällen für schuldig befunden. In einem früheren Prozess konnte man ihm nur zwei Taten nachweisen.

Zugleich stellte die Kammer des Landgerichts Oldenburg die besondere Schwere der Schuld fest. Högel kann somit nicht vorzeitig entlassen werden.

Richterliches Gutachten

Der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann sagte, "die Taten sprengen jegliche Grenzen". Ein Gutachter hatte ihm Schuldfähigkeit attestiert, aber eine auffällige Persönlichkeitsstörung festgestellt. Högel zeigt demnach Anzeichen von Störungen; ihm fehle es an Scham, Schuld, Reue und Empathie, so das Ergebnis des psychiatrischen Gutachters Henning Saß.

Angeklagt war Högel in 100 Fällen. Der schlimmste Serienmörder der deutschen Nachkriegsgeschichte hatte nur 43 Taten gestanden.

"Rettungs-Rambo"

Zwischen 2000 und 2005 tötete der frühere Krankenpfleger Dutzende Patienten an den Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst. Wieviele, kann nicht sicher geklärt werden. Auf den Stationen war er als "Rettungs-Rambo" bekannt.

Er soll seinen Opfern tödliche Medikamente gespritzt haben, um sich bei einer anschließenden Wiederbelebung vor seinen Kollegen zu profilieren. Ein perfides Manöver, das viele Patienten nicht überlebten.