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Todespfleger Niels H. (41) gibt Schuld zu

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Todespfleger Niels H. (41) gibt Schuld zu

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Im niedersächsischen Oldenburg hat der Prozess gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels H. begonnen. Dem Mann wird zur Last gelegt, für den Tod von 100 Patienten verantwortlich zu sein. Zu Beginn der Verhandlung gab der 41-Jährige an, die Vorwürfe träfen größtenteils zu.

Gaby Lübben, Anwältin der Opferangehörigen, erhofft sich von dem Prozess Einzelheiten über die Umstände der Taten.

„Wir erwarten auch, dass das Rahmenprogramm ein bisschen mit angesprochen wird, sprich Verantwortung der Mitarbeiter und der Vorgesetzten. Auch wenn es daf{r einen gesonderten Prozess geben wird", so Lübben.

Frank Brinkers' Vater ist mutmaßlich Opfer des Pflegers geworden. Was erwartet er vom Prozess?

„Also für mich auf jeden Fall Aufklärung, definitiv. Dass der Mann eine gerechte Strafe kriegt, wenn das überhaupt möglich ist. Und das man dann vielleicht, wenn der Prozess vorbei ist, man mit dem ganzen Kram mal abschließen kann", sagt Brinkers.

Niels H. soll in Krankenhäusern in Oldenburg und Delmenhorst zwischen 2000 und 2005 Patienten Überdosen an Medikamenten gespritzt haben. Anschließend habe er versucht, sie wiederzubeleben und damit seine Kollegen beeindrucken wollen.