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Nach homophobem Angriff: Chris (29) und Melania (28) äußern sich

Nach homophobem Angriff: Chris (29) und Melania (28) äußern sich
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Das Foto von ihren blutverschmierten Gesichtern hat im Internet für große Erschütterung gesorgt, nun äußern sich die beiden Frauen, die vor etwas mehr als eine Woche in London Opfer eines homophoben Angriffs wurden zu dem Vorfall. Das lesbische Paar war nachts im Bus von jungen Männern belästigt und dazu aufgefordert worden, sich zu küssen. Als sich die beiden sich weigerten, wurden sie brutal geschlagen und ausgeraubt.

Es sei ziemlich frustrierend zu sehen, dass ihr Foto vor allem als Klickköder benutzt werde, sagt Chris, eines der Opfer. Dabei gäbe es viel wichtigere Botschaften, die man daraus ableiten könnte. "Die Rechte vieler Menschen sind in Gefahr und deren grundsätzliche Sicherheit.

"Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Menschen dazu ermutigt fühlen, sich denen entgegenzustellen, die vom Rechtspopulismus angespornt werden, der meiner Ansicht nach verantwortlich ist für den Anstieg von Hassverbrechen."
Chris
Opfer eines homophoben Angriffs

Melania Geymonat, die aus Uruguay stammt, sagte dazu: "In meinem Land werden diese Dinge ernsthaft behandelt. Wir haben starke Gesetze, die uns schützen. Ich habe das Gefühl, dass die Gewalt nicht nur darauf zurückzuführen ist, dass wir ein lesbisches Paar sind, sondern auch dass wir Frauen sind."

Das von Melania veröffentlichte Bild wurde tausendfach geteilt und kommentiert. Mehrere Politiker äußerten ihr Entsetzen und verurteilten die Tat, unter anderem Londons Bürgermeister Sadiq Khan.

Nach Angaben der Polizei wurden bislang fünf Verdächtige im Alter zwischen 15 und 18 Jahren festgenommen. Ihnen werde Raub und ein Hassverbrechen vorgeworfen. Man suche weiter nach Zeugen, die zur Aufklärung des Angriffs im Stadtteil Camden beitragen können.

Die Zahl gemeldeter homophober Übergriffe in London ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.