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Nach fast 6 Jahren Haft: Mursi bricht vor Gericht zusammen und stirbt

Nach fast 6 Jahren Haft: Mursi bricht vor Gericht zusammen und stirbt
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Der frühere ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist während eines Gerichtsprozesses ohnmächtig zusammengebrochen und gestorben.

Die ägyptische Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung an, um die Todesursache festzustellen. Die islamistische Muslimbruderschaft sprach von "Mord".

Mursi war der erste frei gewählte Staatschef Ägyptens, spaltete aber während seiner Herrschaft das Land. Er wurde 67 Jahre alt.

Aus Angst vor Protesten von Anhängern Mursis erhöhte das ägyptische Innenministerium die Alarmbereitschaft. Mursi gehörte lange den islamistischen Muslimbrüdern an.

2012 wurde er Nachfolger von Langzeitherrscher Husni Mubarak, der im Februar 2011 nach Massenprotesten auf dem Kairoer Tahrir-Platz abtreten musste.

Doch auch unter Mursi kam es zu Massenprotesten. Letztendlich übernahm 2013 das Militär die Macht - und schlug die Protestcamps der Muslimbrüder gewaltsam nieder. Mehr als 300 Protstierende wurden dabei getötet.

Mursi stand in einem Berufungsverfahren wegen angeblicher Spionage für Katar vor Gericht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprach er noch rund fünf Minuten zum Richter. Danach habe er das Bewusstsein verloren und sei zu Boden gestürzt.