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Nach Annullierung auf Antrag der Regierungspartei AKP: Istanbul wählt nochmal seinen Bürgermeister

Nach Annullierung auf Antrag der Regierungspartei AKP: Istanbul wählt nochmal seinen Bürgermeister
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In der türkischen Metropole Istanbul sind rund zehn Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, im zweiten Anlauf ihren Bürgermeister zu wählen. Insgesamt treten vier Kandidaten an.

Allerdings ist schon sicher, dass es wieder ein Rennen wird zwischen dem Ex-Ministerpräsidenten Binali Yildirim (63), der für die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdoğan antritt – der Staatschef hatte sich im Wahlkampf laut Beobachtern auffallend zurückgehalten – und dem Shootingstar der Mitte-Links-Partei CHP, Ekrem Imamoglu (49).

ERDOĞAN ZURÜCKHALTEND IM WAHLKAMPF

Imamoglu hatte die Wahl am 31. März knapp für sich entschieden. Wegen angeblicher Regelwidrigkeiten annullierte die Wahlbehörde YSK das Ergebnis aber später und gab damit Einsprüchen der AKP statt.

Das stieß international auf Kritik. Die Wahl wird landesweit und auch im Ausland aufmerksam beobachtet. Die Wahlbeteiligung im März lag bei 83 Prozent. Für die Neuwahl des Istanbuler Bürgermeisters sind offenbar Zehntausende aus dem Urlaub zurückgekehrt - Turkish Airlines hat 24 zusätzliche Flüge angeboten.

Erdoğan war von 1994 bis 1998 Oberbürgermeister von Istanbul.

Erste Teilergebnisse werden noch am Abend erwartet.

"WÄHLT IN ISTANBUL. WERDET NICHT ZU HAIFISCHFUTTER"

Um urlaubsbedingt keine Stimmen zu verlieren, hatte die Opposition in Feriengegenden schon vor Wochen mit einer Kampagne begonnen. Mit Slogans auf Postkartenmotiven appellierte sie dafür, wählen zu gehen statt an den Strand. In der westtürkischen Provinz Canakkale hieß es zum Beispiel: "Haifisch-Angriff erwartet an Bozcaada-Stränden am 23. Juni. Wählt in Istanbul. Werdet nicht zu Haifischfutter." In Bodrum hieß es an die "lieben Bürger von Istanbul" gerichtet, alle Strände seien wegen Schneewarnungen am 23. Juni geschlossen.

su

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