G -20: May trifft Putin

G -20: May trifft Putin
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Die britische Premierministerin Theresa May und Kremlchef Wladimir Putin haben sich erstmals nach der diplomatischen Krise im Fall des Doppelagenten Sergej Skripal getroffen. Putin und May trafen sich zuletzt 2016.

Ihr Zusammenkommen am Rande des G 20-Gipfels in Japan bedeute aber nicht, dass sich die Beziehung zwischen den beiden Ländern wieder normalisiere. May sagte Putin ganz direkt, dafür müsse Russland seine «verantwortungslosen und destabilisierenden» Aktivitäten beenden. Dazu gehörten feindliche Eingriffe in andere Länder, Desinformation und Cyber-Attacken.

May forderte außerdem, die Verdächtigen im Falle des im englischen Salisbury vergifteten früheren russischen Doppelspions Sergej Skripal müssten zur Verantwortung gezogen werden. London habe unwiderlegbare Beweise, dass Moskau hinter dem Attentat stecke. Russland weist dagegen jede Verantwortung von sich.

Skripal und seine Tochter Julia hatten im März 2018 nach britischen Angaben ein Attentat mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten chemischen Kampfstoff Nowitschok nur knapp überlebt. Eine unbeteiligte Frau starb durch Kontakt mit dem Gift.