Nach den Europa-Wahlen: Geht die grüne Erfolgswelle national weiter?

Nach den Europa-Wahlen: Geht die grüne Erfolgswelle national weiter?
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In den vergangenen sechs Monaten sind euronews-Journalisten durch Europa gereist und haben vor den Europawahlen mit Bürgern über ihre Hoffnungen und Zukunftsängste gesprochen. Jetzt nach den Wahlen berichten wir über die wichtigsten Ergebnisse, nämlich die Gewinne für die Grünen und die Stärkung der einwanderungsfeindlichen Parteien der extremen Rechten. Unsere zwei Reportagen kommen aus Deutschland und Italien.

Warum wird Deutschland immer grüner?

Euronews-Journalist Hans von der Brelie ist im Freistaat Bayern der Frage nachgegangen, warum Deutschland immer grüner wird. Denn selbst im konservativen Bayern haben die Grünen bei den Europawahlen ein Fünftel aller Stimmen erhalten. In ganz Deutschland liegt das amtliche Endergebnis bei 20,5 Prozent. Der Reporter recherchierte im "grünen" Glockenbachviertel der bayerischen Landeshauptstadt München - und im Norden Bayerns traf er sich mit fränkischen Imkern, Forstexperten und Umweltschützern.

Auf was gründet der Erfolg der einwanderungsfeindlichen Lega?

Auf der italienischen Insel Lampedusa begleitete euronews-Reporterin Valérie Gauriat einen Arzt, der gerade ins Europaparlament gewählt wurde. Er kämpft für eine humanere Migrationspolitk - und bekommt dafür nicht nur Unterstützung auf der Insel. Dort haben - bei geringer Wahlbeteiligung - viele für die einwanderungsfeindliche Lega-Partei von Matteo Salvini gestimmt.

Nach den Europawahlen - was bleibt von der grünen Erfolgswelle und dem Aufstieg der Rechten?

Im Studio stellten sich die beiden Journalisten den Fragen der Kollegin Sophie Claudet. Über die Stimmung auf Lampedusa sagte Valérie Gauriat: "Zum Thema Einwanderung haben uns viele Salvini-Anhänger gesagt, dass sie nicht so sehr über die Einwanderer wütend sind, sondern darüber, wie Politiker, ob auf nationaler oder europäischer Ebene, mit ihnen umgegangen sind. Sie sind der Meinung, dass Italien viel mehr als seinen Anteil der Last übernommen hat und keine Gegenleistung dafür bekommt."