180 Schafe stürzen im Karwendelgebirge in den Tod

180 Schafe stürzen im Karwendelgebirge in den Tod
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Bild von Hans Linde auf Pixabay
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Im Karwendelgebirge in Bayern sind etwa 180 Schafe verunglückt. Die Tiere waren auf rund 1500 Meter Höhe unterwegs und rutschten etwa 80 bis 100 Höhenmeter ab.

Dass so viele Tiere auf einmal abstürzen, sei ungewöhnlich, erklärte Peter Reindl, der Chef der Mittenwalder Weidegenossenschaft. Dass einzelne Tiere abstürzen, gebe es immer mal. Aber: "So etwas habe ich noch nie erlebt."

Die Hirten hatten die Kadaver am Montag entdeckt. Die toten Schafe wurden dann per Hubschrauber ins Tal geflügen und zur Tierkörperverwertung gebracht, sagte Reindl.

Bisher steht noch nicht fest, wem die Tiere gehörten. "Erst im Herbst können wir das sagen, wenn wir den Abtrieb machen und sie alle ihren Besitzern zurückgeben."

Der Vorfall ereignete sich während der Auftriebsphase, die mehrere Tage dauert. Die Schafe seien teilweise selbstständig unterwegs. "Dieses Mal haben sie den falschen Weg gewählt." Zudem hätten zu viele Tiere auf einem Fleck gestanden.

Eine Sprecherin des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen, das Experten des Geologischen Dienstes hinzugezogen hatte, sagte: "Es sind mehrere Faktoren zusammengekommen. Es war ein sehr steiler Hang unterhalb vom Predigtstuhl. Da war der Boden sehr ausgetrocknet. Und es sind in kürzester Zeit 300 Schafe darüber gelaufen." Dabei seien vermutlich die Grasnarbe zerstört worden und der Hang abgerutscht.

Rund 450 Tiere verbringen normal den Sommer bei Mittenwald auf den Bergweiden. Die überlebenden Schafe seien auf eine andere, weniger gefährliche Weidefläche getrieben worden.