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Wahlsieger Mitsotakis: Ärmel hochkrempeln

Wahlsieger Mitsotakis: Ärmel hochkrempeln
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Feiern? Keine Zeit: Griechenlands konservativer Wahlsieger Kyriakos Mitsotakis (Nea Dimokratia) huldigte nach dem Wahltag einem geradezu protestantischen Arbeitsethos*. Vereidigung und Amtsübergabe am Tag eins, Sommerurlaub der Parlamentarier - gestrichen - zu viel zu tun.

Sofia Zacharaki, Sprecherin der Nea Dimokratia:

„Ich bin zufrieden, denn wir haben dreieinhalb Jahre lang große Anstrengungen unternommen, das Ergebnis ist ein großer Erfolg. Persönlich möchte ich nicht nur denen danken, die in der Parteizentrale gearbeitet haben, sondern allen Griechen, die die Botschaft transportiert haben, dass ein politischer Wandel gebraucht wird.“

Bei seiner Volkspartei-Kollegin Angela Merkel hatte Mitsotakis vor der Wahl mit seinen Zielen offene Türen eingerannt: Mehr Investitionen, mehr und bessere Arbeitsplätze, weniger Steuern und höhere Wachstumsraten.

Ein paar Wähler:

„Ich habe an Herrn Mitsotakis geglaubt, seit er sich entschlossen hat, für den Parteivorsitz der Neuen Demokratie zu kandidieren. Ich glaube, dass er derjenige ist, der Griechenland im selben Tempo reformieren kann, in dem er die Partei umgepolt hat.“

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„Ich meine, das ist ein großer Sieg, nach viereinhalb Jahren des Leidens für die Griechen und der Unsicherheit über die Ausrichtung. Es ist Zeit, die Demokratie vollständig wiederherzustellen und einen neuen Weg in die Zukunft unseres Landes einzuschlagen.“

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Nicoleta Drougka, Euronews:

"Die Anhänger die Nea Dimokratia haben erst mit dem Feiern begonnen, als das Ergebnis feststand. Und selbst dann waren sie zurückhaltender als erwartet. Sie scheinen die gleiche Wellenlänge zu haben wie Kyriakos Mitsotakis, der zu beweisen versucht, dass es seine Priorität ist, sich an die Arbeit zu machen und sich mit allen wichtigen Themen zu befassen.“

*Max Weber: „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“

….Zwischen der protestantischen Ethik und dem Beginn der Industrialisierung bzw. des Kapitalismus in Westeuropa besteht nach Weber ein enger Zusammenhang. Die Kompatibilität („Wahlverwandtschaften“) der Ethik oder religiösen Weltanschauung der Protestanten, insbesondere der Calvinisten, und des kapitalistischen Prinzips der Akkumulation von Kapital und Reinvestition von Gewinnen waren ein idealer Hintergrund für die Industrialisierung…….Weber über den Antrieb der Calvinisten: Sie seien überzeugt, „dass Gott dem hilft, der sich selbst hilft“ (Wikipedia).

su

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