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IWF-Nachfolge: Carney offenbar nicht europäisch genug

IWF-Nachfolge: Carney offenbar nicht europäisch genug
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Nach der Rücktrittsankündigung von Christine Lagarde als Chefin des Internationalen Währungsfonds wird weiter über die Nachbesetzung beraten. Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, der bisher als aussichtsreicher Kandidat galt, scheint nicht mehr im Rennen zu sein, so heißt es aus EU-Kreisen. Demnach ist der Kanadier, der auch einen irischen und britischen Pass hat, den Europäern nicht europäisch genug.

Die IWF-Spitze stammt traditionell vom alten Kontinent, während die Weltbankleitung US-amerikanisch ist. Offiziell muss der oder die Direktorin hervorragende Ergebnisse als wirtschaftspolitische Führungskraft vorweisen können.

Wer kommt also noch in Frage? Das soll für Europa vor allem Frankreich entscheiden. Finanzminister Bruno Le Maire sagte beim G7-Gipfel nahe Paris, dass sein Land die Kandidatenauswahl steuern werde.

Im Gespräch ist die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino. Vor ihrem Regierungsamt war sie EU-Haushaltsdirektorin.

Ebenfalls weiter im Rennen ist Mario Centeno. Der Portugiese ist Chef der Eurogruppe. Als Finanzminister setzte er in seinem Land die Sparvorgaben durch und ist weiterhin ein Anhänger von Haushaltsdisziplin.

Auch sein Vorgänger Jeroen Dijsselbloem ist im Gespräch. Der Niederländer erhielt bereits Unterstützung aus Deutschland und Luxemburg. Als weiterer nordeuropäischer Kandidat wird der finnische Notenbankchef Olli Rehn gehandelt.

Last, but not least, könnte Kristalina Georgieva neue IWF-Chefin werden. Die Bulgarin ist die Nummer Zwei der Weltbank und war zuvor unter anderem EU-Kommissarin. US-Finanzminister Steven Mnuchin, der bei der Neubesetzung ein gehöriges Wort mitzureden hat, sagte, er schätze ihre Arbeit sehr.