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Generalstaatsanwalt: Amoklauf in El Paso wird als "inländischer Terrorismus" eingestuft

Generalstaatsanwalt: Amoklauf in El Paso wird als "inländischer Terrorismus" eingestuft
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REUTERS/Carlos Sanchez
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Die Ermittler in den USA haben den Amoklauf in El Paso als "inländischen Terrorismus" eingestuft. Das erklärte die Generalsstaatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz.

"Hassverbrechen" in El Paso?

Der 21-jährige Todesschütze hatte in einem Einkaufszentrum das Feuer eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Später ergab er sich der Polizei. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um einen 21-jährigen Weißen. Die Polizei sagte, es gebe ein "Manifest", das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob die Kampfschrift tatsächlich von dem Verdächtigen stamme.

Nach der Bluttat hielten viele Menschen in El Paso eine Mahnwache ab. "No more guns" stand auf Plakaten der Protestierenden.

Texas: Gerade erst Waffengesetze gelockert

In Texas hatte Gouverneur Greg Abbott erst Ende Juni die ohnehin schon laxen Waffengesetze weiter gelockert. Nach der Schießerei erklärte er:

"Ich betone: wir stehen hier vereint - zur Unterstützung dieser Gemeinde. Wir sind vereint in unserem Bestreben, dass Texas, dass wir alles unternehmen, um den Opfern zu helfen eine Antwort auf diese Herausforderung zu finden. Wir danken den ersten, die eingegriffen haben. Es gelang ihnen sicherzustellen, dass der Täter nicht noch mehr Menschen schaden konnte."

US-Präsident Donald Trump kommentierte auf Twitter. Er nannte die Taten "tragisch" und sprach den Menschen in El Paso und Dayton Mut zu.

Amoklauf in Dayton (Ohio): Motiv unbekannt

In Dayton, im Bundesstaat Ohio, hatte ein Mann das Feuer unweit einer Bar im Zentrum eröffnet. Neun Menschen wurden getötet, mindestens 27 weitere verletzt. Die Polizeibeamten, die sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort befanden, streckten den Mann nieder.

Über den Zustand der Verletzten könne man derzeit nichts sagen, sagte die Sprecherin eines Krankenhauses. Die Polizei rief mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden und so die Ermittlungen zu unterstützen. Zu den möglichen Motiven des Täters und zu dessen Identität wurde zunächst nichts bekannt.

"Das zeigt nur, dass sich das Leben in einem Augenblick ändern kann. Wir hatten eine schöne Zeit, wir haben mit nichts Schlimmen gerechnet. Wir waren nicht darauf vorbereitet. Das zeigt nur, dass Waffen...sie sollten einfach nicht da draußen sein. Es ist beängstigend. Ich habe Kinder und wollte nur noch nach Hause. Es hätte passieren können, dass ich nicht nach Hause gekommen wäre, einfach nur, weil ich Spaß hatte. Das macht mir Angst", so ein Augenzeuge.

Schärfere Waffengesetze scheitern am Widerstand der Republikaner

Schärfere Waffengesetze gehören zu den Themen im US-Wahlkampf. Donald Trump lehnt striktere Regeln weitgehend ab und steht auf der Seite der Waffenlobby NRA (Natonal Rifle Association). Etwa ein Drittel der US-Bürger besitzt eine oder mehrere Schusswaffen. Das Tragen von Waffen ist als ein Freiheitsrecht in der US-Verfassung verbürgt, doch viele demokratische Politiker wollen wegen der vielen tödlichen Vorfälle die Waffengesetze verschärfen. Bislang sind alle Versuche die Waffengesetze zu verschärfen, am Widerstand der Waffenlobby NRA und den Republikanern gescheitert.