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Brüssel bereitet sich auf No-Deal-Brexit vor, ist aber offen für Diskussionen

Brüssel bereitet sich auf No-Deal-Brexit vor, ist aber offen für Diskussionen
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Seit zwei Wochen ist Boris Johnson im Amt und kokettiert mit dem No-Deal-Brexit.

In den britischen Medien wird darüber spekuliert, ob das von Theresa May ausgehandelte Abkommen noch mal aufgeschnürt und die Verhandlungsgespräche mit der EU wieder aufgenommen werden können.

Die EU-Kommission stellte nun klar, dass sie sich zwar auf einen ungeregelten britischen EU-Austritt vorbereite, aber grundsätzlich offen für Diskussionen sei.

"Die Kommission steht in den kommenden Wochen weiterhin zur Verfügung, falls Großbritannien Gespräche führen und seinen Standpunkt näher erläutern möchte, sei es telefonisch oder persönlich", so die Kommissions-Pressesprecherin Annika Breidthart.

Irlands Premierminister Leo Varadkar meint, dass die Brexit-Gespräche noch Jahre andauern werden, selbst bei einem No-Deal-Szenario: _**"Brexit ist kein Sturm, den wir überstehen, oder ein schweres Unwetter, auf das wir uns vorbereiten. Es ist eine dauerhafte Veränderung der Beziehungen zwischen der Europäischen Union einschließlich Irland und Großbritannien."

Für Großbritannien Streichung der Backstop-Klausel Bedingung für die Wiederaufnahme der Gespräche

Die Vermeidung einer harten EU-Außengrenze zwischen Irland und Nordirland ist der größte Streitpunkt. Alles hängt von dem sogenannten Backstop ab, der dazu führen würde, dass Großbritannien in der Zollunion bleibt. Das wollen die Brexit-Verfechter nicht. Für sie ist die Streichung der Backstop-Klausel die Bedingung für die Wiederaufnahme der Gespräche.