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4 bewaffnete Palästinenser an Gaza-Grenze getötet

4 bewaffnete Palästinenser an Gaza-Grenze getötet
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REUTERS
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Israels Armee hat nach eigenen Angaben an der Grenze zum Gazastreifen vier bewaffnete Palästinenser getötet. Sie hätten sich am Samstag dem streng gesicherten Grenzzaun zu Israel genähert, teilte das Militär mit. "Es wurde wohl ein sehr großer Anschlag auf Israel verhindert", sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus. Alle vier Angreifer hätten Uniformen getragen und seien mit Kalaschnikow-Sturmgewehren des Typs AK-47 bewaffnet gewesen. Die Gruppe habe auch eine Panzerfaust, Handgranaten, eine Erste-Hilfe-Box und Snacks bei sich gehabt.

Die Palästinenser seien mithilfe von Überwachungskameras entdeckt worden, sagte der Armeesprecher. Es sei zu einem kurzen Schusswechsel gekommen und einer der Palästinenser habe dabei auch eine Granate auf die Soldaten geworfen. Auf der israelischen Seite habe es aber keine Verletzten gegeben. Es sei noch unklar, zu welcher Gruppierung die bewaffneten Männer gehörten.

Der Vorfall habe sich an der Grenze zum südlichen Teil des Palästinensergebiets ereignet. Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. Die EU, Israel und die USA stufen die im Gazastreifen herrschende Hamas als Terrororganisation ein. Sie hatte nach ihrem Wahlsieg 2006, der international nicht akzeptiert wurde, 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen und hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. Unter Vermittlung Ägyptens hatten Israel und die Hamas sich zuletzt allerdings auf eine Waffenruhe geeinigt.

Bei Protesten gegen die Blockade sind seit Ende März 2018 nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 300 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt worden. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen.