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Seit Beginn 2019: Fast 300.000 Afghanen kehren in ihre Heimat zurück

Seit Beginn 2019: Fast 300.000 Afghanen kehren in ihre Heimat zurück
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Bild von Amber Clay auf Pixabay
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Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge sind fast 300.000 Afghanen seit Beginn dieses Jahres in ihre Heimat zurückgekehrt. Dabei handelt es sich um afghanische Bürger, die im Iran und Pakistan lebten.

Die Mehrheit, rund 283.000 Menschen, kamen demnach aus dem Iran. Das geht aus einem Bericht der Organisation hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Zahlen beziehen sich nur auf Afghanen, die nicht beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR offiziell als Flüchtlinge registriert sind - also Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis.

2018 waren laut IOM insgesamt mehr als 773 000 nicht als Flüchtlinge registrierte Afghanen aus dem Iran zurückgekehrt. Für dieses Jahr prognostiziert das IOM 570 000 Rückkehrer aus dem Iran aufgrund "andauernder wirtschaftlicher Herausforderungen" dort. Im Vorjahr waren auch wegen der schweren Dürre in Westafghanistan viele in den Iran aufgebrochen.

Der iranische Rial hat gegenüber dem Dollar stark an Wert verloren und die Exporte sind wegen der US-Sanktionen eingebrochen. Afghanen sind im Iran vor allem in der Schattenwirtschaft beschäftigt. Die Nachfrage nach Schwarzarbeit ist gesunken.

Afghanistan leidet selbst unter hoher Arbeitslosigkeit, einer schwachen Wirtschaftsentwicklung und einer großen Anzahl Binnenflüchtlingen. Laut der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) sind seit Anfang des Jahres mehr als 220 000 Menschen vor Kämpfen und Gefechten vor allem in den nördlichen und östlichen Provinzen Afghanistans aus ihren Dörfern und Städten geflohen.