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Prag streitet um Sowjetdenkmal

Prag streitet um Sowjetdenkmal
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Iwan Konew hat wieder freie Sicht: Dieser Unbekannte entfernte die von den Prager Behörden angebrachte Plane - und mitzuteilen hatte er auch noch etwas. Das Standbild des Sowjetmarschalls im sechsten Bezirk der tschechischen Hauptstadt ist ein Zankapfel.

Ein Behördensprecher erklärt: „Das Denkmal ist seit langem Zerstörungswut ausgesetzt. Mindestens zweimal jährlich wird es mit Farbe beschmutzt, deshalb haben wir entscheiden, es zu verhüllen, um es gegen solche Angriffe zu schützen. Das ist die günstigste und gangbarste Lösung, das Denkmal zu schützen, bis eine Entscheidung gefallen ist, was mit ihm geschieht.“

Iwan Konew ist in der Tschechischen Republik eine umstrittene Figur: Er war entscheidend an der Befreiung des Landes von den Nationalsozialisten beteiligt, spielte aber auch eine Rolle bei der Niederschlagung des Volksaufstandes in Ungarn 1956.

„Wenn die Russen verstehen würden, dass die Menschen das Denkmal hier nicht wollen, würde das alles lösen. Unser Angebot steht: Nehmen Sie das Denkmal und verfrachten sie es auf das Botschaftsgelände hier in der Nähe, damit wäre es immer noch im selben Stadtteil“, so Bezirksbürgermeister Ondřej Kolář.

Das Denkmal steht seit dem 9. Mai 1980 an Ort und Stelle. Es war errichtet worden, um die Verdienste Konews zu ehren, der als Befehlshaber der Roten Armee die Befreiung Prags im Frühjahr 1945 anführte.

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