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NGO: Ölmultis untergraben Klimaziele

NGO: Ölmultis untergraben Klimaziele
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Die größten Ölkonzerne der Welt untergraben das Pariser Klimaschutzabkommen.

Laut dem jüngsten Bericht des britischen Think Tanks Carbon Tracker haben sie seit dem vergangenen Jahr Projekte im Wert von 45 Milliarden Euro angeschoben, die sich nicht rentieren, wenn die Regierungen das Abkommen von 2015 wirklich umsetzen, mit dem die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden soll.

Shell, BP, Exxon, Chevron, Total oder Eni - seien Unternehmen mit nicht klimafreundlichen Investitionsprogrammen. Viele versuchen, ihre Anleger zu beruhigen. Beispiel BP – die Firma erklärte, ihre Strategie zur Förderung von Öl und Gas mit geringen Kosten und geringen CO2-Emissionen stehe im Einklang mit den Prognosen der Internationalen Energieagentur und dem Pariser Abkommen.

"All dies zielt darauf ab, BP von einem auf Öl und Gas fokussierten Unternehmen zu einem viel breiteren Energieunternehmen zu entwickeln, damit wir bestens gerüstet sind, um der Welt zu helfen, klimaneutral zu werden und gleichzeitig den steigenden Energiebedarf zu decken", heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Dazu der jüngste Carbon-Tracker-Bericht: Einige in der Branche, wie Shell, BP, Total und Equinor (Norwegen), hätten zwar ihre Ausgaben für erneuerbare Energien erhöht und CO2-Reduktionsziele eingeführt...aber gleichzeitig hätten die großen Öl- und Gasunternehmen im vergangenen Jahr mindestens 30% ihrer Investitionen für Projekte ausgegeben, die nicht mal mit plus 1,6 Grad Erderwärmung konform sind.

EIGENTOR?

Möglicherweise ein Eigentor: Der Bericht kam auch zu dem Schluss, dass Öl- und Gasunternehmen das Risiko laufen, bis 2030 2 Billionen Euro für neue Projekte in den Sand zu setzen, wenn die Regierungen mit der Einschränkung der Treibhausgasemissionen wirklich ernst machen.

su