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Brexit: Irland will keine Kompromisse in Grenzfrage

Brexit: Irland will keine Kompromisse in Grenzfrage
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Brüssel und Dublin fordern eine Garantie dafür, dass Kontrollen an der Grenze zu Nordirland nach dem Brexit vermieden werden.

Bis eine andere Lösung gefunden wird, sollen für Nordirland weiter einige EU-Regeln gelten und ganz Großbritannien in der EU-Zollunion bleiben.

Diese "Backstop" genannte Lösung lehnt Boris Johnson strikt ab.

Für irische Politiker hat der Backstop jedoch eine sehr tief gehende Bedeutung.

"Es geht nicht darum, Johnson übertrumpfen zu wollen oder die öffentliche Meinung in Großbritannien zu ärgern", sagt Mary Louise McDonald von Sinn Féin.

"Der Backstop ist für uns aber unantastbar, denn wir müssen Frieden und Stabilität auf dieser Insel beschützen.

Ich hätte geglaubt, dass ein solches Vorhaben von allen politischen Kräften in Großbritannien geteilt würde, einschließlich von den Konservativen."

30 Jahre lang während des Bürgerkriegs (1968 bis 1998) war die inner-irische Grenze militarisiert.

Das endete mit dem Karfreitagsabkommen.

Ein harter Brexit könnte den historischen Frieden bedrohen.

"Wird es dann wieder Spannungen an der Grenze geben? Ja! Wo wird das enden? Das weiß nur Gott", sagt der frühere irische Ministerpräsident Bertie Ahern.

"Der Konflikt liegt noch nicht so lange zurück. Wir hatten 20 gute Jahre von wirtschaftlichem Wohlstand auf beiden Seiten, wir hatten gute Beziehungen nach Großbritannien. All dies könnte nun kippen."

Auf den Schultern britische und irischer Politiker liegt nun die Verantwortung für Frieden - oder Gewalt.