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Spielzeughersteller dokumentiert Proteste in Hongkong im Kleinformat

Spielzeughersteller dokumentiert Proteste in Hongkong im Kleinformat
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Reuters
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Mit ihren Schutzhelmen, Gasmasken und gelben Regenmänteln sehen sie aus wie der durchschnittliche Demonstrant aus Hongkong - sind jedoch nur ein Zwanzigstel so groß.

Der Spielzeughersteller, der diese Modelle entworfen hat, sagt, dass sie eine Möglichkeit sind, das zu dokumentieren, was er in den letzten drei Monaten in seiner Heimatstadt erlebt hat: Demonstrationen, bei denen es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Aktivisten, die verärgert sind über die schleichende Einmischung Pekings in die Angelegenheiten Honkongs - obwohl der ehemaligen britischen Kolonie weitreichende Autonomie und Freiheiten versprochen sind.

Der erste Auslöser für die Demonstrationen war ein umstrittenes Auslieferungsgesetz, das inzwischen zurückgezogen wurde. Es hätte ermöglicht, Bewohnern Hongkongs zum Prozess auf das chinesische Festland zu schicken. Doch den Demonstranten ist das nicht genug: Sie fordern das allgemeine Wahlrecht und eine unabhängige Untersuchung von Polizeigewalt während den Protesten.

Der Designer der Modellprotestler gehörte zu den Demonstranten und bleibt aus Sicherheitsgründen anonym. Bekannt ist er als C. Er sagt, er habe mit seinen Figuren dokumentiert, was er in den letzten Monaten um ihn herum gesehen habe. Seine Modelle, zu denen auch ein Fotojournalist gehört, zeigen winzige Details wie blasenbedeckte Füße. Er hat auch Miniatur-Verkehrskegel, Straßensperren und Tränengasbehälter geschaffen.

C sagte, dass er nicht versuchen würde, zu einer jüngsten Welle dessen beizutragen, was viele lokale Künstler "revolutionäre Kunst" nannten. Stattdessen hielt er nur das fest, was er gesehen hatte und hoffte, die zukünftigen Ereignisse in Hongkong weiterhin mit der gleichen Methode zu dokumentieren.

Er sagte: "Ich sehe die jungen Leute, sie setzen sich für ihre Zukunft ein. Und ich dachte: Wie ist Hongkong so geworden? Aus tiefstem Herzen bin ich traurig. Ich hoffe, dass es bald vorbei ist."

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