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Hongkong: Gewalttätige Konfrontationen zwischen pro-chinesischen Demonstranten und Regierungsgegnern

Hongkong: Gewalttätige Konfrontationen zwischen pro-chinesischen Demonstranten und Regierungsgegnern
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In Hongkong hat die Polizei bei Auseinandersetzungen zwischen pro-chinesischen Protestierenden und Regierungsgegnern, die seit Monaten gegen den wachsenden Einfluss Chinas demonstrieren, eingegriffen. Bei den gewalttätigen Konfrontationen nahmen die Polizisten mehrere Personen fest.

Die pro-chinesischen Demonstranten versammelten sich in einem Einkaufszentrum in West Kowloon und sangen unter anderem "Unterstützen Sie die Polizei". "Hongkong ist China", schrie eine Frau - und erntete im Gegenzug Obszönitäten und Wut.

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Pro-chinesische Demonstranten tragen chinesische Nationalflaggen im Einkaufszentrum Amoy Plaza in der Kowloon Bay in Hongkong.REUTERS/Jorge Silva

Polizeigewalt ist ein Punkt, der von anti-chinesischen Aktivisten angeprangert wird. Sie fordern eine unabhängige Untersuchung der gewalttätigen Übergriffe sowie die Freilassung von Festgenommenen.

Schon seit mehr als vier Monaten demonstrieren Aktivisten in Hongkong gegen die eigene Regierung. Ursprünglich angefangen hatten die Proteste durch ein geplantes Gesetz, das vorsah, Auslieferungen von verdächtigen Personen nach China grundsätzlich zu erlauben. Die pro-chinesische Regierungschefin Carrie Lam hat den Entwurf für das umstrittene Gesetz jedoch nach anhaltenden Protesten zurückgezogen.

Eine für Sonntag geplante Großdemonstration wurde aus Sicherheitsgründen verboten.

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Regierungsfeindliche Demonstranten stehen auf einer Brücke, während sie sich in Tin Shui Wai in Hongkong versammeln.REUTERS/Amr Abdallah Dalsh

Aktivist Joshua Wang reist von Deutschland weiter nach New York

Unterdessen ist der prodemokratische Aktivist Joshua Wong aus Hongkong auf einer US-Reise und sucht nach Unterstützung für die Proteste. Am Freitag besuchte er die Columbia University in New York und sagte, er wurde eingeladen, während seines Besuchs US-Kongressabgeordnete zu treffen.

Zuvor war Wong in Berlin, wo er unter anderem im Bundestag empfangen wurde. Wong forderte die Bundesregierung dazu auf, die Handelsbeziehungen dazu zu nutzen, um im Sinne der Demokratiebewegung mehr Druck auf Peking auszuüben.

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