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Zigarren, Champagner, Schmuck: Anhörung von Netanjahu zu Korruptionsvorwürfen beginnt

Zigarren, Champagner, Schmuck: Anhörung von Netanjahu zu Korruptionsvorwürfen beginnt
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In Jerusalem beginnt die Anhörung wegen des Verdachts der Korruption gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Ihm werden Bestechlichkeit, Betrug und Untreue in mehreren Fällen vorgeworfen.

Er soll während seiner Zeit als Kommunikationsminister Medienunternehmen rechtliche Begünstigungen verschafft haben, im Gegenzug für eine positive Berichterstattung über ihn. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass er von befreundeten Milliardären kostspielige Geschenke angenommen habe, deren Unternehmen daraufhin von Steuervergünstigungen profitierten. Dabei soll es sich um Zigarren, Schmuck und Champagner im Wert von 230.000 Euro gehandelt haben.

Unterdessen sind die Koalitionsgespräche zwischen Netanjahus Likud-Partei mit dem Mitte-Links-Bündnis von Benny Gantz ins Stocken geraten. Die Blau-Weißen teilten mit, dass die "notwendigen Voraussetzungen für ein Treffen der Unterhändler" gegenwärtig nicht gegeben seien.Gantz hatte mehrmals betont, dass seine Partei nicht in einer Regierung sitzen werde, "deren Vorsitzender sich einer schwerwiegenden Anklage stellen muss". Weder die Weiß-Blauen noch Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei hatten bei der Parlamentswahl eine ausreichende Mehrheit zur Regierungsbildung erreicht.

Netanjahu hat die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen und sie als "Hexenjagd" bezeichnet. Bei der viertägigen Anhörung lässt sich der Regierungschef von seinen Anwälten vertreten. Bis Ende des Jahres will der Generalstaatsanwalt über eine Anklage entscheiden.