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Auch nach der Umbettung: Franco-Mausoleum bleibt populär

Auch nach der Umbettung: Franco-Mausoleum bleibt populär
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Die vorletzte Ruhestätte des spanischen Diktators Francisco Franco bleibt ein Anziehungspunkt für Schaulustige. Trotz der Umbettung seiner Gebeine vor gut einer Woche kommen weiterhin Reisebusse und Individualurlauber ins sogenannte Tal der Gefallenen nordwestlich von Madrid.

Die Umbettung auf einen schlichteren Friedhof nördlich der Hauptstadt war von der spanischen Regierung beschlossen worden, um Wallfahrten von Rechtsextremen zu dem gigantischen Mausoleum ein Ende zu bereiten.

"Jetzt ist es besser"

Bei einer Kurz-Umfrage gab sich kein Besucher als Franco-Anhänger zu erkennen. Juan Roig, ein einheimischer Urlauber, hat bewusst seinen Besuch hinausgezögert: "Jetzt ist es besser. Vorher bin ich extra nicht hergekommen, eben weil seine Leiche hier war. Also habe ich das nachgeholt."

Murray Iansky aus den USA meinte: "Die Sieger schreiben Geschichte. Jedenfalls denke ich, dass das hier ein Sieg der neuen Regierung und der Demokratie ist."

"Einen Besuch wert"

Der Däne Ulrik Soldberg sagte: "Wir sind hierhergekommen, weil wir so viel darüber gehört haben und neugierig waren. Ob Franco nun hier ist oder nicht: ich denke, es ist ein spezieller Ort, der einen Besuch wert ist."

Die liberale Ciudadanos Partei warf der Regierung vor, mit der umstrittenen Umbettung die Spanier vor der Parlamentswahl am 10. November spalten zu wollen.

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