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Londoner Terrorattacke mit 2 Todesopfern als Wahlkampfthema: "Keine Sicherheit zum Billigpreis"

Londoner Terrorattacke mit 2 Todesopfern als Wahlkampfthema: "Keine Sicherheit zum Billigpreis"
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Die Messerattacke im Zentrum von London mit zwei Toten ist in Großbritannien zum Wahlkampfthema geworden. Premierminister Boris Johnson warf der früheren Labour-Regierung vor, sie sei Schuld an der vorzeitigen Haftentlassung des Attentäters. Der wegen Anschlagsplänen verurteilte Terrorist Usman Khan war vor einem Jahr unter Bewährungsauflagen vorzeitig auf freien Fuß gekommen. Labour regierte zuletzt zwischen 2007 und 2010.

Johnson sagte in einem TV-Interview der BBC: "Es ist ist lächerlich und widerwärtig, dass gefährliche Individuen wie dieser Mann nach nur acht Jahren Haft freikommen und deshalb werden wir das Gesetz ändern."

"Keine Sicherheit zum Billigpreis"

Labour Parteichef Jeremy Corbyn kritisierte den Sparkurs der seit 2010 ununterbrochen regierenden Konservativen Partei: "Der Verzicht auf Neueinstellungen hat zu gewaltigem Personalmangel geführt, wobei das Personal mehr Fälle überwacht als je zuvor erwartet, was wiederum ein ernsthaftes Risiko für unsere Sicherheit darstellt. Es gibt keine Sicherheit zum Billigpreis."

Johnson kündigte eine härtere Gangart gegen Gewaltverbrecher an. Er will auch über 70 wegen Terroraktivitäten verurteilte, vorzeitig entlassene Personen überprüfen lassen.

Großbritannien wählt am 12. Dezember ein neues Parlament. Bei der Attacke an der London Bridge waren ein Mann und eine Frau erstochen worden. Drei Passanten wurden verletzt. Für sie besteht keine Lebensgefahr.

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