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34 Jahre alt, Sozialdemokratin: Finnlands künftige Ministerpräsidentin Sanna Marin

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34 Jahre alt, Sozialdemokratin: Finnlands künftige Ministerpräsidentin Sanna Marin
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Sanna Marin ist von den finnischen Sozialdemokraten als neue Ministerpräsidentin aufgestellt worden. Stimmt das Parlament dem Schritt zu, wird die 34-jährige bisherige Verkehrsministerin die jüngste Regierungschefin in der Geschichte Finnlands. Esko Aho war zwei Jahre älter, als er 1991 das Amt des Ministerpräsidenten antrat. Sie habe nie über ihr Alter oder Geschlecht nachgedacht, sondern habe immer die Gründe im Blick, die sie in die Politik gebracht hätten, sagte Marin.

„Glückwunsch, Sanna“ hieß es in einer Mitteilung ihrer Partei.

Ihr Land befinde sich in einer außergewöhnlichen Lage. Das wichtigste Anliegen der finnischen Sozialdemokraten sei die Fortsetzung der Arbeit für eine gerechtere Gesellschaft, so die 34-Jährige. Marin ist verheiratet und Mutter eines Kindes. Die designierte Ministerpräsidentin studierte Verwaltungswesen und stand bereits im vergangenen Winter vertretungsweise an der Spitze der sozialdemokratischen Partei. Marin wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, eigener Angabe nach ist sie das erste Mitglied ihrer Familie, das ein Hochschulstudium absolvierte. Ihre Mutter lebte später in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.

Der bisherige Regierungschef Antti Rinne hatte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht. Zuvor war der Sozialdemokrat unter anderem vom wichtigsten Koalitionspartner, der Zentrumspartei, wegen seines Umgangs mit dem Streik der Beschäftigten der finnischen Post, scharf kritisiert worden. Die Post-Angestellten befürchten im Falle der geplanten Umbaumaßnahmen Gehaltseinbußen. Teils hatten sich Beschäftigte der Fluggesellschaft Finnair und von anderen Verkehrsbetrieben den Arbeitsniederlegungen angeschlossen. „Das Vertrauen des Ministerpräsidenten stand in den vergangenen Tagen in der Diskussion. Die drei Parteien und die Sozialdemokraten haben dem Ministerpräsidenten ihr Vertrauen ausgesprochen. Misstrauen habe ich von der Zentrumspartei erhalten. Ich musste mich fragen, was dieses Misstrauen für die Zusammenarbeit innerhalb der Regierung bedeutet. Ich musste meine eigene Schlussfolgerung ziehen“, hatte Rinne seinen Rücktritt erklärt.

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