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Indien: 7 Millionen bilden Menschenkette gegen Einbürgerungsgesetz

Im indischen Bundesstaat Kerala haben Millionen Menschen gegen das neue Einbürgerungsgesetz protestiert. Laut VeranstalterInnen versammelten sich am Sonntag sieben Millionen Menschen zu einer Kette, die über 600 Kilometer lang war. Sonntag war zudem Nationalfeiertag. Mit dem "Tag der Republik" feiert Indien das Inkraftreten der Verfassung am 26. Januar 1950.

KritikerInnen sehen das Gesetz als Verstoß gegen die säkulare Verfassung, weil es Rechte an die Religion binde. Auch diskriminiere es MuslimInnen. Insgesamt gingen bislang 140 Anträge beim Höchsten Gericht ein, die die Rechtmäßigkeit des Gesetzes anzweifeln. Das Höchste Gericht will die Einführung aber nicht aufschieben. Einige KritikerInnen hatten dies gefordert. Das Höchste Gericht in Indien hat die Regierung nun aufgefordert, Stellung dem Gesetz zu nehmen.

Die am 10. Januar in Kraft getretene Regelung erleichtert vielen illegal eingereisten MigrantInnen aus drei mehrheitlich muslimischen Nachbarländern die Einbürgerung - sofern sie keine MuslimInnen sind. Seit Wochen protestieren Tausende Menschen landesweit gegen das Gesetz. Bislang sind dabei nach Behördenangaben 25 Menschen ums Leben gekommen.

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