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Trump-Amtsenthebungsverfahren: Ringen um Bolton

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Trump-Amtsenthebungsverfahren: Ringen um Bolton
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Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump wollen die Republikaner unbedingt verhindern, dass eine Zeugenaussage des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton zugelassen wird.

Adam Schiff, Ankläger des Repräsentantenhauses und Mitglied der Demokraten, sagte: „Es gibt kein gerechtes Verfahren ohne Zeugen. John Bolton ist ein Zeuge, der zweifellos von Bedeutung ist, der den ernsthaftesten und unerhörtesten Fehlverhalten des Präsidenten auf den Grund geht. Wenn man einen solchen Zeugen, der sich zur Aussage bereiterklärt hat, den Rücken zukehrt, steht das nicht in Einklang mit der Unabhängigkeit eines Richters“, so Schiff.

Trump: „Gehässiges und unwahres Buch“

Bolton, der im September wegen Meinungsverschiedenheit mit Trump aus dem Amt schied, hat ein Buch geschrieben, das noch unveröffentlicht ist, aber offenbar politischen Sprengstoff enthält.

Trump äußerte, er habe Bolton nie gesagt, dass die Hilfe für die Ukraine an Ermittlungen gegen die Demokraten gebunden sei. Habe Bolton das gesagt, dann nur um sein Buch zu verkaufen, so Trump.

Wenn er auf Bolton gehört hätte, befände man sich mittlerweile im Sechsten Weltkrieg, so Trump, der seinem früheren Mitarbeiter vorwarf, ein „gehässiges und unwahres Buch“ geschrieben zu haben. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitsrates enthält Boltons Buch vertrauliche Informationen und dürfe deshalb nicht auf den Markt kommen.

In Washington kam es bei einer Demonstration zu Festnahmen. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten, Trump und seinen Stellvertreter Mike Pence, ihrer Ämter zu entheben.