Eilmeldung
This content is not available in your region

Trotz Rekordjahr ins Minus: Airbus zahlt Milliardenstrafe

euronews_icons_loading
Ein Airbus 380 hebt ab.
Ein Airbus 380 hebt ab.   -   Copyright  AP   -   Francois Mori
Schriftgrösse Aa Aa

Eigentlich war 2019 ein Rekordjahr für Airbus. Doch die Freude ist stark eingetrübt. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern muss wegen Korruptionsvorwürfen milliardenschwere Strafen zahlen und ist deshalb jetzt ins Minus gerutscht.

Airbus zahlt in Frankreich, Großbritannien und den USA 3,6 Milliarden Euro. Wegen der schlechten Exportaussichten und hohen Entiwcklungskosten beim Militärtransporter A400M gibt es Sonderbelastungen von 1,2 Milliarden Euro, unterm Strich also ein Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Euro.

Der neue CEO Guillaume Faury sprach von besonderen Umständen: "Wir hatten es über das Jahr hinweg mit einigen großen Herausforderungen zu tun. Vergangenen Monat haben wir uns abschließend mit den Behörden in Frankreich, Großbritannien und den USA geeinigt, um die Ermittlungen gegen Airbus zu beenden. Wir haben der Strafzahlung von 3,6 Milliarden zugestimmt, plus Zinsen und Unkosten. Das ist der Preis, den wir für diese Praktiken aus der Vergangenheit zahlen, und um vorwärtszukommen."

Airbus hat vergangenes Jahr 14 A400M ausgeliefert. Doch die Verkäufe laufen schleppend, was auch an Deutschlands Exportverbot nach Saudi-Arabien liegt.

Guillaume Faury: "Insgesamt haben wir wegen der Strafen und dieser neue Belastung beim A400M für 2019 einen Nettoverlust, das wird unseren freien Cashflow im Jahr 2020 erheblich beeinflussen. Damit können wir natürlich nicht zufrieden sein."

Für 2020 nimmt sich der Konzern nun nur vorsichtige Steigerungen bei Produktion und Gewinn vor. So sollen dieses Jahr etwa 880 Verkehrsflugzeuge an die Kunden ausgeliefert werden und damit nur 17 mehr als im Vorjahr. Ursprünglich hatte sich das Management für 2019 bereits bis zu 890 Maschinen zum Ziel gesetzt.