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Ex-Filmmogul Weinstein verhaftet - Anwälte kündigen Berufung an

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Ex-Filmmogul Weinstein verhaftet - Anwälte kündigen Berufung an
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Ein Gericht in New York hat den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen. Nach der Urteilsverkündung wurde Weinstein in Handschellen abgeführt.

Zwölf Geschworene verurteilten den 67-Jährigen in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an zwei Frauen. Weinstein drohen bis zu 25 Jahre Haft. Dazu eines der Opfer, Louisette Geiss:

"Zunächst einmal fühle ich mich viel sicherer und ich bin einfach nur freudig erregt. Ich kann nur sagen: Oh mein Gott, wir haben es geschafft. Wir haben es endlich geschafft".

Frauenrechtlerinnen und Schauspielerinnen reagierten erleichtert auf das Urteil, gut zwei Jahre nach dem Start der MeToo-Bewegung. Opferanwältin Gloria Allred zeigt sich kämpferisch:

"**In den Vereinigten Staaten geht es nicht mehr wie üblich zu. Dies ist das Zeitalter der Frauen. Man kann sie nicht mehr einschüchtern, weil Frauen nicht zum Schweigen gebracht werden".**

Der New Yorker Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance sprach von einem "großen Tag". Das Urteil habe "den Lauf der Geschichte im Kampf gegen sexuelle Gewalt" geändert:

"Es ist eine Vergewaltigung, auch wenn es keine physischen Beweise gibt und selbst wenn es vor langer Zeit passiert ist. Dies ist die neue Situation für Opfer sexueller Übergriffe in Amerika. Dies ist eine neue Ära".

Weinsteins Anwälte kündigten an, in Berufung gehen zu wollen. Die juristischen Kämpfe sind für Weinstein aber auch außerhalb des Verfahrens in New York nicht zu Ende. In Los Angeles wurde er ebenfalls wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt.