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"Ich bereue nichts": Elizabeth Warren gibt Kampf um US-Präsidentschaft auf

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Elizabeth Warren mit Ehemann  Bruce Mann im Hintergrund.
Elizabeth Warren mit Ehemann Bruce Mann im Hintergrund.   -   Copyright  Steven Senne/AP
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Zweikampf Sanders vs. Biden - für wen ist Warren?

Die Senatorin Elizabeth Warren hat sich aus dem Rennen der Demokraten um die US-Präsidentschaftskandidatur verabschiedet. Warren erklärte am Donnerstag offiziell ihren Rückzug aus dem Rennen.

Sie sprach sich - anders als vorherige Aussteiger - aber zunächst nicht für einen der verbleibenden Bewerber aus. Warren sagte, sie müsse über diese Frage noch etwas nachdenken.

Mit ihrem Rückzug sind die Vorwahlen der Partei sind nun ein Zweikampf zwischen dem linken Senator Bernie Sanders und dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden. Die dritte noch verbliebene Kandidatin Tulsi Gabbart hat keine Chancen.

Warren war aussichtsreich in das Rennen ihrer Partei eingestiegen und hatte über längere Zeit in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern weit vorne gelegen.

Doch in den ersten vier Vorwahlstaaten Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina schnitt sie nur schwach ab und enttäuschte auch am "Super Tuesday" bei Abstimmungen in 14 Bundesstaaten: Sie gewann dort keinen einzigen Staat für sich und verlor selbst in ihrer Heimat Massachusetts.

"Die Ehre meines Lebens"

Am Donnerstag trat Warren vor ihrem Haus in Massachusetts vor die Presse und dankte Unterstützern und Mitarbeitern für den Wahlkampf der vergangenen Monate.

"Ich bereue nichts", sagte sie. "Das war die Ehre meines Lebens." Sie bewerbe sich zwar nicht mehr um die Präsidentschaft, werde aber weiter für mehr Gerechtigkeit im Land kämpfen. "Das ist der Kampf meines Lebens."

Warrens Ausstieg spielt Sanders in die Hände, der wie sie eine klar linke Agenda vertritt und somit um die gleiche Anhängerschaft buhlt. Sie empfahl ihren Anhängern aber zunächst nicht, dessen Kampagne zu unterstützen, ebenso wenig wie jene Bidens.

Dessen letzte direkte Konkurrenten aus dem moderaten Teil der Partei - Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg, Senatorin Amy Klobuchar und der schwerreiche frühere New Yorker Bürgermeister, Michael Bloomberg - hatten sich bereits zuvor aus dem Rennen verabschiedet und sich für Biden als Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen. Das hatte Biden einen deutlichen Schub versetzt. Die Partei hat nun also die Wahl zwischen einem Vertreter des linken und des gemäßigten Lagers.

AP
Machen das Rennen jetzt unter sich aus: Bernie Sanders und Joe BidenAPPatrick Semansky

Vorwahlen dauern noch bis Juni

Ursprünglich hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bemüht. Die meisten stiegen jedoch nach und nach aus, mit dem Fortschreiten der Vorwahlen zuletzt immer schneller.

Nach dem "Super Tuesday" stehen die nächsten Vorwahlen am 10. März in den Bundesstaaten Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington an. Ein weiterer größerer Abstimmungstag folgt am 17. März mit Vorwahlen in Arizona, Florida, Illinois und Ohio.

Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis in den Juni hin. Im Sommer stehen dann die Nominierungsparteitage an, bei denen die Demokraten und die Republikaner ihre Präsidentschaftskandidaten offiziell küren. Die Demokraten tagen im Juli, die Republikaner im August.

AFP
Chancenlos: dritte Kandidatin Tulsi GabbardAFPNICHOLAS KAMM

Trump: Warren-Rückzug "zu spät"

US-Präsident Donald Trump tritt bei der eigentlichen Wahl am 3. November für eine zweite Amtszeit an. Seine Nominierung ist sicher - er hat bei den Republikaner als Amtsinhaber keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz.

Er schrieb am Donnerstag auf Twitter, Warren hätte sich bereits früher zurückziehen sollen. Ihr Warten habe Sanders mehrere Siege in "Super Tuesday"-Staaten gekostet.

Trump verspottet Warren als "Pocahontas", weil sie angibt, teils von Ureinwohnern abzustammen. Trump zweifelt das an. Ein DNA-Test ergab, dass Warren einen Ureinwohner in der Reihe ihrer Vorfahren hat. Und zwar vor "sechs bis zehn Generationen", wie es im Ergebnis heißt.

Für den Test war sie auch von Ureinwohnern kritisiert worden. Sie entschuldigte sich.