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Brisanter Atom-Deal: USA öffnen Saudi-Arabien die Tür zur Urananreicherung

Präsident Donald Trump spricht bei einem Treffen mit Libanons Präsident Joseph Aoun im Oval Office des Weißen Hauses in Washington am 21. Juli 2026.
US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office des Weißen Hauses bei einem Treffen mit Libanons Präsident Joseph Aoun am Dienstag, 21. Juli 2026, in Washington. Copyright  AP Photo/Mark Schiefelbein
Copyright AP Photo/Mark Schiefelbein
Von Evelyn Ann-Marie Dom
Zuerst veröffentlicht am
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Die Regierung von Trump nannte keine Details zu der neuen Vereinbarung, aber der grobe Rahmen könnte Saudi-Arabien eine Anlage für die Urananreicherung sichern.

Die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien haben ein Atomabkommen unterzeichnet, das dem Königreich den Aufbau eines zivilen Nuklearprogramms ermöglicht.

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Die Regierung von Donald Trump nannte keine Einzelheiten des Deals. Der Rahmen könnte dem Königreich erstmals den Weg zur eigenen Urananreicherung ebnen.

US-Energieminister Chris Wright und der saudische Energieminister Abdulaziz bin Salman unterzeichneten das Abkommen offiziell. Es soll von „bilateralen Schutzmaßnahmen“ gegen eine Weiterverbreitung von Atomtechnik begleitet werden, heißt es.

USA: höchste Standards für nukleare Sicherheit

„Diese Vereinbarungen spiegeln unser gemeinsames Engagement wider, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien zu vertiefen, zuhause Wohlstand zu schaffen und unseren Verbündeten im Ausland Sicherheit zu geben“, erklärte Wright in einer Mitteilung.

„Sie können sicher sein: Diese Vereinbarungen erfüllen die höchsten Standards für nukleare Sicherheit und Nichtverbreitung. Sie stützen sich auf die weltweit beste Nukleartechnologie und führende Wissenschaftler, entwickelt hier in den Vereinigten Staaten.“

Die Vereinbarung soll 30 Jahre gelten. Das Programm würde dabei auf US-Technologie aufbauen.

Die Anreicherung von Uran liefert Brennstoff für Atomkraftwerke, kann mit derselben Technik aber auch zur Herstellung von Atomwaffen dienen. Deshalb melden Abgeordnete beider Parteien Bedenken gegen ein ziviles Nuklearprojekt in Saudi-Arabien an.

Experten haben Bedenken

Zuvor versuchte Außenminister Marco Rubio aufkommende Kritik zu entschärfen, als Reporter ihn nach den Risiken des Abkommens fragten.

„Die USA werden mit keinem Land der Welt ein Abkommen schließen, das zu einem Risiko der Weiterverbreitung führt“, sagte er am Mittwoch auf einer Reise auf die Philippinen.

Nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person enthält der Deal nicht das Zusatzprotokoll der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Dieses würde zusätzliche Überwachung, Inspektionen und Kontrollen ermöglichen.

Das Abkommen geht nun zur Prüfung an den Kongress, wo es voraussichtlich auf Widerstand stößt. Da Trumps Republikanische Partei jedoch beide Kammern kontrolliert, ist es wenig wahrscheinlich, dass die Abgeordneten die Umsetzung stoppen.

Die Bekanntgabe des Abkommens fällt in eine Phase, in der die USA gemeinsam mit Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen haben – ausgelöst auch durch Sorgen Washingtons über die nuklearen Fähigkeiten Teherans. Iran betont seit Langem, sein Programm zur Urananreicherung diene ausschließlich friedlichen Zwecken.

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