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Erster deutscher Coronavirus-Toter: 60-jähriger Feuerwehrmann aus Hamburg

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Erster deutscher Coronavirus-Toter: 60-jähriger Feuerwehrmann aus Hamburg
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Sicherheitskräfte mit Schutzmasken und Gummihandschuhen kontrollieren Autos entlang der Grenze zur „roten Zone“ in der Lombardei: Rein oder raus dürfen Bewohner nur in „dringenden Notfällen“. Straßensperren wie diese werden jetzt in ganz Norditalien zur Norm.

16 Millionen Menschen isoliert

Rom hat das Corona-Quarantänegebiet auf die gesamte Lombardei sowie vierzehn Provinzen ausgeweitet – 16 Millionen Menschen sind vom Rest des Landes abgeschnitten.

Und auch weiter südlich in Italien gilt: Nach Kindergärten, Schulen und Unis bleiben jetzt auch Museen, Kinos und Sportclubs geschlossen – bis mindestens 3. April. Restaurants und Bars dürfen bis 18 Uhr geöffnet bleiben – aber nur, wenn sie einen Meter Mindestabstand zwischen den Gästen garantieren.

Wer gegen den per Regierungsdekret verabschiedeten Verhaltenskodex verstößt, riskiert Strafen. Die WHO lobt das Krisenmanagement der Regierung, viele Italiener sehen das anders. “Die Politiker verhalten sich absolut chaotisch. Anstatt die Menschen zu beruhigen, sorgen sie nur für noch mehr Panik", sagt ein Mann. “Ich denke, die Maßnahmen sind angemessen", findet eine Frau. "Und jetzt müssen wir abwarten, was passiert.“

Spahn: Events ab 1000 Teilnehmern absagen

In Frankreich sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen von nun an untersagt. In der Schweiz ist das schon seit Tagen der Fall. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert für ein ähnliches Verbot.

Laut Kanzler Sebastian Kurz stehen in Österreich Absagen wie diese bislang nicht im Raum. Mit rund 110 Infizierten ist die Coronavirus-Lage hier relativ überschaubar. Damit das so bleibt, wurden Fieber-Kontrollen an der Grenze zu Italien eingeführt.

Erstes deutsches Todesopfer

Der Nachbar im Süden hat inzwischen knapp 370 Coronavirus-Tote zu beklagen – nach China mehr als jedes andere Land der Welt. Es folgen Iran mit knapp 200 und Südkorea mit rund 50 Toten.

Inzwischen ist auch ein erster deutscher Patient der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Es handelt sich um einen 60-jährigen Feuerwehrmann aus Hamburg, der vor einer Woche gemeinsam mit seiner Frau in den Urlaub nach Ägypten gereist war. Nach seiner Ankunft wurde er positiv auf das Coronavirus getestet. Am Sonntag starb er in einem Krankenhaus in der Stadt Luxor. Nicht klar ist, ob der Mann der in der Personalabteilung der Hamburger Feuerwehr arbeitete, sich auf seiner Reise oder schon vor seiner Abfahrt infiziert hatte.

China, das Epizentrum der Pandemie, kann derweil zumindest etwas aufatmen. Die Zahl der Neuinfektionen geht langsam zurück und sank nun auf den niedrigsten Stand seit Veröffentlichung der Coronavirus-Bilanzen im Januar.