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Fischer auf dem Evros: "Jetzt ist der Brennpunkt hier"

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Fischer auf dem Evros: "Jetzt ist der Brennpunkt hier"
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Der Grenzfluss Evros in Griechenland. Er fließt durch ein landschaftlich sehr schönes Gebiet. Die Mariza, so sein deutscher Name, bildet fast die komplette Grenze zwischen der Türkei und Griechenland.

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Das Land auf beiden Seiten war immer wieder ein Brennpunkt. So wie jetzt der südliche Teil davon. Wir befinden uns auf einem der wichtigsten Gebiete dieses griechisch-türkischen Grenzkonfliktes. Die Menschen, die jeden Quadratmeter des Flusses kennen, sind die Fischer, so wie Alexandros:

"Weil dieses Gebiet so weit abgelegen ist, ist es nur noch schwer zu kontrollieren. Wir leben in unseren Hütten und helfen der Polizei und der Armee, das gesamte Gebiet zu kontrollieren."

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Wir fahren entlang der Mündung des Evros. Die Übergriffe gegen Migranten fanden rund 130 km weiter nördlich statt. Hier wollen die Behörden jedoch illegale Grenzübertritte verhindern.

Seit dem 29. Februar sind alle Fischer in Alarmbereitschaft. Sie fahren 24 Stunden lang Patrouille und geben sofort Meldung, wenn sich auf türkischer Seite etwas tut, was bisher schon vorgekommen ist.

Fischer Aris sagt: "Migranten werden von den Türken unter anderem mit Militärfahrzeugen über die schwierigsten und geheimsten Wege transportiert, um die Mündung des Evros zu umgehen. Doch jetzt ist der Brennpunkt hier."

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In den vergangenen Jahren haben die Fischer Hunderten von Migranten geholfen, die dieses Gebiet erreicht haben. Doch jetzt haben sich die Dinge geändert, erklärt Fischer Nikos:

"Türkische Soldaten haben die Waffe auf uns gerichtet, um uns einzuschüchtern. Sie verjagen uns, damit die illegalen Einwanderer auf griechisches oder europäisches Gebiet kommen."

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"Von türkischer Seite provoziert man", sagt Aris. "Wir warten permanent darauf, dass irgendetwas passiert. Es ist ein sehr schmaler Grat. Wir stehen zusammen, um die Situation richtig einzuschätzen."

Wenn diese Krise vorüber ist - dann werden sie wieder ihrem Beruf, dem Fische fangen nachgehen. Doch sie wissen: Sie werden nie aufhören, die Grenzen Europas zu schützen.