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Gefangen im Super-Stau

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Stau an der österreichisch-ungarischen Grenze
Stau an der österreichisch-ungarischen Grenze   -   Copyright  euronews
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Bei der Einreise vom österreichischen Nickelsdorf im Burgenland nach Ungarn staute sich der Verkehr am Mittwochabend auf mehreren Kilometern Länge. Obwohl die Regierung in Budapest die Grenzen bereits vor mehr als einer Woche geschlossen hat, warteten dort am Mittwoch noch immer Tausende PKW. Wenige Stunden später waren es bereits 20 Kilometer. Zwischen neun Uhr abends und fünf Uhr morgens haben Autos die Möglichkeit, Ungarn zu durchqueren. Viele wollen nach Bulgarien oder Rumänien. Manche haben wegen der Coronakrise ihre Arbeit in Westeuropa verloren.

Stundenlang im Stau

"Die Autobahn ist voll, wie Sie sehen. Wir sind morgens um neun losgefahren und jetzt ist es zehn Uhr abends", so ein rumänischer Autofahrer, der von Großbritannien über Deutschland nach Rumänien wollte.

Lastwagen dürfen auch tagsüber über die Grenze. Doch auch für diese Fahrer hieß es am Mittwoch warten, bis zu sechs Stunden, 15 Kilometer lang stauten sich die LKW.

Bei Verdacht Quarantäne

Für die Grenzer sind auch die rückkehrenden Ungarn eine Herausforderung. Sie werden registriert und befragt. Wer Symptome von Covid-19 zeigt oder ein Risikogebiet besucht hat, muss mit zwei Wochen Quarantäne rechnen. So wie dieser ungarische Lastwagenfahrer:

"Der Arzt hat mich untersucht, Fieber gemessen und fragte mich nach Beschwerden. Husten oder so. Dann haben sie mir Quarantäne verordnet. Ich habe diesen roten Aufkleber bekommen für die Tür meiner Wohnung. Ich muss zu Hause bleiben."

5.000 Ungarn haben an der Grenze bisher einen roten Sticker bekommen. Wer sich der Quarantäne verweigert, muss mit einer Strafanzeige rechnen.

Medienberichten zufolge hat sich in Ungarn am Donnerstagvormittag ein weiterer Stau gebildet. Durch Abfertigungsprobleme in Rumänien staute sich der Verkehr auf 70 Kilometern Länge.